Nur OnTopic Was soll nur mit euren Maschinen geschehen?

Bitte stark genau im Thema bleiben wie es im ersten Beitrag steht. Alles andere gilt als OT und kann gelöscht werden.
ist es ein wille, keinen willen zu haben? und falls nicht, was ist es dann?

Im Prinzip, mit Einschränkungen, ja, weil nicht kommunizieren auch eine Kommunikation ist.
Wenn man nicht kommuniziert, kommuniziert man somit keinen Widerspruch, den ein Testament zum Beispiel darstellen würde im Kontrast zur gesetzlich geregelten Abfolge bzw. Erbfolge.
Rechtlich ist das ja bereits geregelt und wenn man das gutheißt bzw das einem egal ist (wo sind hier die Nihilisten?) dann braucht man seine Lebensenergie nicht in die Vorbereitung des Ablebens “verschwenden” und kann dafür zum Beispiel im hier und jetzt leben oder gar in der Vergangenheit schwelgen, was hier letztlich Gegenstand der Kritik ist: zu viel Schwelgen in Vergangenheit (Ansammlung von Gegenständen aus der Vergangenheit, die man nicht loslassen will ala Kontrollabgabe), zu wenig im “jetzt” sein ala keine gebührende Nutzung von dem angesammelten Kram, und zu wenig Blick in die Zukunft, wie der Kram in Zukunft andere belasten könnte oder wie man seine Kontrollausübung durch Regelungen im Voraus über das Ableben hinaus verlängern kann, um seinen “Willen” bzw eigenen Wertmaßstab durchzusetzen, sofern dieser nicht der gesetzlichen Regelung entspricht.
Ich denke tendentiell liegt mein Kritikfokus weniger in der mehr oder weniger wahrscheinlichen Zukunft, sondern eher in dem wie man im Hier und Jetzt Freiheit, Freude usw. empfinden kann bei gleichzeitiger Anreicherungen von Kram aus der Vergangenheit um dies gegebenenfalls zu erreichen und nicht um das zu verhindern. Also eine Ausgewogenheit der Verteilung des individuellen Fokus auf die Vergangenheit, Gegenwart und die Zukunft mit dem Kontext vom jeweils angehäuften Kram.
 
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Der Mann einer Nachbarin ist vor kurzem gestorben und hat sie mit einer Münzsammlung alleinegelassen, Wert vermutlich auch so im gehobenen fünfstelligen Bereich. Die Frau weiß im Prinzip auch, wo sie das verkaufen kann, aber es kotzt sie an, dass er sich nicht selber vorher darum gekümmert hat. Dass er an seiner Krankheit mittelfristig sterben würde war über Jahre abzusehen. Er hat keinen Strich dafür getan, das Zeug zu verkaufen. Es war für ihn halt super bequem.
Komischerweise habe ich so ähnliche Geschichten schon mehrfach in meinem Leben, ausschließlich von Frauen/Witwen erzählt bekommen: “Ich armes Opfer meines kranken Mannes komme nicht direkt an sein Bargeld ran. Er hat sich nicht gekümmert, dass ich Bargeld habe.”. Und lustigerweise auch deren Freundinnen so vorher: “Die arme, arme Frau ist mit einem kranken Mann belastet. Wie schrecklich für die arme Frau!”. Sorry, aber schon wirklich so oft mitbekommen, dass ich ein bischen den Glauben an manche Menschen verloren habe und vorsichtiger, kritischer geworden bin. So Menschen brauche ich nicht um mich rum. Aber wie heißt es so schön: “In der Not erkennt man seine wahren Freunde”.
 
Vor einigen Jahren ist mein Großvater verstorben und hat meiner Großmutter eine sehr umfangreiche Briefmarkensammlung hinterlassen.
Nach ein paar Wochen, als alles etwas zur Ruhe kam, wurde ein Händler angerufen, der hat einen Gesamtbetrag gezahlt und alles auf einmal mitgenommen.
Ganz easy.
Ausser man will nicht dass jemand anders damit Geld verdient und die absolute Maximalsumme dafür, dann muss man sich um die Wertermittlung und den Einzelverkauf schon selber kümmern.

Aber mal ehrlich, wieviel Wert an Gear haben die meisten, 10K, 20K, 30K?
Der Golf Jahreswagen und das Carbon Rennrad in der Garage sind mehr wert. Man kann sein Leben nicht besenrein und das Konto komplett gefüllt hinterlassen. Eventuell will man auch bis zum letzten Tag Freude an seinen Dingen haben.
 
“Ich armes Opfer meines kranken Mannes komme nicht direkt an sein Bargeld ran. Er hat sich nicht gekümmert, dass ich Bargeld habe.”.
Nein, die Frau hat genug Geld; darum geht es nicht. Es geht um den Dreck, den er hinterlässt. Das ist wie braune Streifen in der Kloschüssel hinterlassen. Kacken muss jeder (= auch die Frau hat Geld für ihre Hobbys/Sammelwurt ausgegeben) aber es benutzt bitte auch jeder die Klobürste (= kümmert sich um den Verkauf, wenn die Notwendigkeit absehbar wird).

Es bleiben sicher noch immer die Fälle, in denen der Tod aus heiterem Himmel kommt, aber in den allermeisten Fällen, die wir hier diskutieren, sollte die Zeit bleiben, irgendwann zwischen ~75 und dem Ableben mit hoffentlich erst ~85 seinen Krempel zu verticken. Ich denke, das ist auch für die eigene Psyche gut, vor dem Tod sich von seinem Lebensballast zu trennen.
 
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Aber wie heißt es so schön: “In der Not erkennt man seine wahren Freunde”.
Mein Gedanke ist eher, gerade WEIL es für die Hinterbliebenen schlimm genug wird, ist es meine Verantwortung, den Übergang nicht noch unnötig mit Tonnen von Kram zu erschweren, den ich sowieso nicht mehr brauche.
"Da könnt ihr euch ja dann drum kümmern" ist so ein Satz, bei dem ich echt Pickel kriege.

So ein Auto ist schnell weg, aber ein Dutzend Synths, Outboard, Kabel, sonstiges Gedöns, soll das erst jahrelang bei mir rumgammeln, damit sich dann meine Frau damit rumplagen kann?
Wenn man jemanden kennt, der deutlich jünger als man selber ist und der bereit ist, das abzuwickeln, ist ja alles gut. Wäre bei mir aber nicht der Fall. Daher sehe ich mich in der Verantwortung.
 
Die Bugwelle wird nicht unbedingt kleiner, wenn man den Kram vorher einzeln wieder zurück in diese Bugwelle verkauft. Eher im Gegenteil, weil so weniger entsorgt wird, weil die Erben wahrscheinlich weniger Wertvolles sehen und den Aufwand scheuen, sich darum zu kümmern.
Im Zweifel entsorgen.
Was ich sagen wollte, der ganze Kram wird sehr viel weniger wert sein als viele Alte glauben.
 
Nein, die Frau hat genug Geld; darum geht es nicht. Es geht um den Dreck, den er hinterlässt. Das ist wie braune Streifen in der Kloschüssel hinterlassen.
Ja vielleicht wollte er es genau so? Vielleicht hätte sie sich mehr um ihn kümmern sollen, als er noch lebte? Irgenwie zeugt das doch von ihrem eigenen Versagen und Frust. Etwas, wofür sie jemanden beschuldigt, der gar nicht mehr existiert. Da macht sie es sich sehr leicht. Gleichzeitig blickt man hier in die Untiefen ihres Wertesystems, dass sie an ihren verstorbenen Mann anlegt und mit ihm “abrechnet”.

Warum nimmt sie das dann an. Reinigungsfirma und Schrottcontainer sind die Lösung. Geld hat sie ja sogar genügend. Wozu “hatte” sie dann ihren Mann, wenn sie ihn nun hauptsächlich daran misst.
 
So ein Auto ist schnell weg, aber ein Dutzend Synths, Outboard, Kabel, sonstiges Gedöns, soll das erst jahrelang bei mir rumgammeln, damit sich dann meine Frau damit rumplagen kann?
Wenn man jemanden kennt, der deutlich jünger als man selber ist und der bereit ist, das abzuwickeln, ist ja alles gut. Wäre bei mir aber nicht der Fall. Daher sehe ich mich in der Verantwortung.
Ich verstehe natürlich den Ansatz der meisten hier.
Aber ein Studio ist genauso schnell weg wie das Auto.
Einfach 5 Bilder und zB für 1€ als Auktion komplett auf ebay oder nen Händler etc kommen lassen der alles auf einmal mitnimmt.
Das Auto ist groß und schwer, kann man also nicht in die Mülltonne werfen, muss abgemeldet werden, Papiere müssen gefunden werden etc. das ist ebenfalls Aufwand, ganz ohne geht es nie ab.
Vielleicht kann ein Beschäftigen mit den, dem Verstorbenen, wichtigen Dingen auch eine Art Abschied und Abschluss sein. Dass das fast immer schwer ist, liegt in der Natur der Sache.
 
Sie kann es doch einfach wegschmeißen. Der Altmetallhändler holt es sicher noch am selben Tag kostenlos ab. Dann hat sie es los, wenn es nur darum geht.
Ich denke auch, dass es viele Möglichkeiten bzw. Dienstleister gibt, die das schnell erledigen. Es sei denn man/frau ist einfach zu dumm oder zu gierig.
 
Das ist wie braune Streifen in der Kloschüssel hinterlassen.
Habe ich das richtig verstanden? Eine wertvolle Münzsammlung hinterlassen ist das gleiche wie Kackreste hinterlassen? Ich vermute, ich habe da eine ganz andere Perspektive bzw. Wertvorstellung von verschiedenen Dingen.
 
Es bleiben sicher noch immer die Fälle, in denen der Tod aus heiterem Himmel kommt, aber in den allermeisten Fällen, die wir hier diskutieren, sollte die Zeit bleiben, irgendwann zwischen ~75 und dem Ableben mit hoffentlich erst ~85 seinen Krempel zu verticken. Ich denke, das ist auch für die eigene Psyche gut, vor dem Tod sich von seinem Lebensballast zu trennen.

Du, bzw. die Frau, legst hier Deinen/Ihren persönlichen Maßstab an. Was individuell als Lebensballast angesehen wird ist höchst individuell. Wenn die Mitmenschen hier andere Vorstellungen haben, so kommt es tendentiell zu solchen Konflikten. Deshalb umgibt man sich eher mit Menschen mit ähnlichen Werten und Vorstellungen, um solche Konflikte zu vermeiden und/oder fechtet solche Konflikte eventuell zu Lebzeiten aus.
Für den einen ist ein Synthesizer eine Last. Für den anderen ein Portfolio an Immobilien, wovon eines ein Studio und ein anderes eine laufende Firma darstellt, also mit Angestellten. Dann ist gegebenenfalls die Firma “zu viel” Ballast, der Rest benötigt relativ wenig Aufmerksamkeit. Das ist individuell und steht damit gegebenenfalls im Konflikt mit den Maßstäben anderer. Deshalb gibt es die Möglichkeit ein Testament zu schreiben, wenn man es speziell haben möchte.
 
Freiheit ist letztlich eher ein "Gefühl". Man kann sich mit viel Equipment frei fühlen, genauso wie mit keinem. Maximalismus ist genauso Freiheit wie Minimalismus, nur in invertierter Interpretation. Leicht paradox, aber so funktioniert das doch mit ying und yang.
Beide Extreme sind typischerweise "zu extrem" und nicht wirklich erstrebenswert bzw. abnormal.
ja, momentan fühl ich mich auch frei mit den vielen Gerätschaften, weil ich "frei" bin damit viel und das zu machen was ich immer schon wollte. aber im Alter, das wollte ich damit sagen, verändern sich die Prioritäten und das, was man angesammelt hat, wird man ggf. immer weniger benutzen und kann dann als "zu viel" und "nicht mehr notwendig" empfunden werden, bis sich der Gedanke durchsetzt, sowieso nichts mehr zu machen oder so wenig zu machen, dass man die Geräte abgibt.

aber ich weiß es nicht, bin mir nicht sicher. momentan will ich auf meine jahrelang zusammengesparten und wirklich lieb gewonnenen Geräte NICHT verzichten. ich hab ja noch genug Zeit :) vielleicht ändert sich die Sicht ja auch noch mal gänzlich.

ich bin froh, aus einer genügsamen Familie zu kommen wo das auch so vorgelebt wurde. ich weiß noch wie meine Großeltern immer sagten, sie wollen nichts zu Weihnachten oder Geburtstag, haben sich aber wie Bolle gefreut wenn man trotzdem was kleines und Hauptsache Blumen geschenkt hat oder ein Buch zu XMas etc, und mal ehrlich, was braucht man im Alter schon? Hauptsache warm, Dach überm Kopf, gutes Essen und Gesellschaft und nen Garten. Luxus war nie meines bzw. unseres und irgendwo bekam man schon in der Familie vorgelegt, wie sich das so im Alter ganz normal verändert und wie man sich daran anpasst. wenn man älter wird, verändert sich ja auch der Geist, man wird genügsamer, schränkt sich ein, baut ab ... und ich denke das ist normal und zeugt davon, dass man gelernt hat loszulassen. und darum gehts ja. das letzte Hemd hat nun mal keine Taschen.
 
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Im Zweifel entsorgen.
Was ich sagen wollte, der ganze Kram wird sehr viel weniger wert sein als viele Alte glauben.
So war das das bei den 100 Jahre alten Möbeln meiner Tante. Da dachte sie auch, dass das irgendeinen Wert hat. Hatte es dann aber nicht. Zumindest standen die potentiellen Käufer nicht Schlange. Vielleicht hätte ich die Klamotten für ein paar Euro verscherbeln können, aber das war mir den Aufwand nicht wert. Und so ging das Zeug halt auf den Müll.

Meine Mutter hat da noch einen Schrank, den ich mal erben kann. Was sie offenbar nicht weiß: wir haben schon einen Schrank. Und gar keinen Platz für einen weiteren. Und: das Silberbesteck vom Urgroßvater brauche ich auch nicht, wir haben auch schon eine Gabel.
 
So war das das bei den 100 Jahre alten Möbeln meiner Tante. Da dachte sie auch, dass das irgendeinen Wert hat. Hatte es dann aber nicht. Zumindest standen die potentiellen Käufer nicht Schlange. Vielleicht hätte ich die Klamotten für ein paar Euro verscherbeln können, aber das war mir den Aufwand nicht wert. Und so ging das Zeug halt auf den Müll.

Meine Mutter hat da noch einen Schrank, den ich mal erben kann. Was sie offenbar nicht weiß: wir haben schon einen Schrank. Und gar keinen Platz für einen weiteren. Und: das Silberbesteck vom Urgroßvater brauche ich auch nicht, wir haben auch schon eine Gabel.
Alles Konflikte, die man auch zu Lebzeiten austragen/kommunizieren kann. Man ärgert sich also gegebenenfalls über die Unfähigkeit, diese Konflikte zu lösen, sodass sie sich dann nach dem Ableben “rächen” könnten. Hier geht es u.a. auch um Kontrolle über Andere. Man vergisst dabei, dass die anderen das anders herum gegebenenfalls auch bezwecken könnten. Einen also extra den Schrank hinterlassen um einen damit etwas Ballst zu Hinterlassen, eine Aufgabe, eine Beschäftigung mit Hinterlassenschaften, wer weiß? So etwas kann man besser zu Lebzeiten “klären”, danach ist das etwas erschwert.
 
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Den gang zum mülleimer hätte er tun sollen
Was ist mit der eventuell gemeinsamen Immobilie, hätte er die auch vorher verkaufen und das Geld verleben sollen, oder ist‘s da ok sich um das Erbe zu kümmern?
Man kann und/oder will sein Leben nicht immer besenrein hinterlassen.

Aufwand für die Hinterbliebenen ist immer vorhanden, bei, den für die Hinterbliebenen, wichtigen und unwichtigen Dingen.
Ansonsten muss man das vorab kommunizieren, „um deine Münzsammlung will ich mich nicht kümmern, das Haus, die Bankkonten znd Aktien kann ich gerne übernehmen“.

Wenn meine Eltern gehen ist auch viel Zeug da, so einiges für mich vermeintlicher Müll, aber all das ist bzw war Teil von ihnen und ich schließe diesen Teil nach ihrem Ableben ab. Das ist meine Aufgabe.
 
Noch ein Beispielfall aus dem sehr entfernten Bekanntenkreis.
Einer von zwei Brüdern ist verstorben, es gab keine weiteren Hinterbliebenen.
Der Bruder hat sein Haus mit allem komplett verkauft, Schränken, Rasenmäher, Auto in der Garage etc.
Das Haus war sehr billig und die Käufer mussten sich dann eben um alles kümmern und er hatte schnell alles auf einen Schlag los, da es ihm in diesem Fall tatsächlich nicht ums Geld ging.
Eventuell war er dann auch die PPG Sammlung im Keller inklusive aller Kabel los.
 
Kacken muss jeder (= auch die Frau hat Geld für ihre Hobbys/Sammelwurt ausgegeben) aber es benutzt bitte auch jeder die Klobürste (= kümmert sich um den Verkauf, wenn die Notwendigkeit absehbar wird).

Mein Vater war Maler, hat beruflich Öffentlichkeitsarbeit für ein Bundesamt gemacht, auch um Geld für die Familie anzuschaffen und konnte erst in der Rente so richtig mit der Kunst "loslegen". Er hat solange gearbeitet wie es gerade noch ging, das Glück hat ihn dafür fast 25 Jahre geschenkt. Hätte ich ihm am Anfang der Rente sagen solle, er solle mal bitte sein Atelier ausmisten und auf eine Buntstiftschachtel reduzieren? Und bitte die dabei entstandenen Flachwaren (Bilder und Grafiken) notfalls zum Kilopreis verscherbeln? Der Preis wäre für ihn viel höher gewesen, als für mich das nach seinem Tot zu regeln. Ein paar seiner "Spuren" hängen heute an meinen Wänden, gut dass da nicht die Bürste alles klar gemacht hat.

Ich finde, man soll den Alten ihr Leben lassen, besser noch ermöglichen und sie nicht auf den Prozess des Dahinscheidens reduzieren. Der letzte Tag des Lebens ist nicht weniger wert als der erste.
 
der ganze Kram wird sehr viel weniger wert sein als viele Alte glauben.

denke da an mutterns große kristallkelchsammlung, die in der anschaffung sehr teuer war, die aber heutzutage niemand mehr haben möchte. man kann sie nicht einmal ins altglas schmeissen und so in den wertstoffkreislauf bringen.
die hinterlassenschaft ist für die erben oft einfach nur ballast. der kram muss gelagert werden und es ist sehr aufwändig, sich dann davon zu trennen. damit möchte ich meine hinterbliebenen einfach nicht belasten.
 
Mein Vater war Maler, hat beruflich Öffentlichkeitsarbeit für ein Bundesamt gemacht, auch um Geld für die Familie anzuschaffen und konnte erst in der Rente so richtig mit der Kunst "loslegen". Er hat solange gearbeitet wie es gerade noch ging, das Glück hat ihn dafür fast 25 Jahre geschenkt. Hätte ich ihm am Anfang der Rente sagen solle, er solle mal bitte sein Atelier ausmisten und auf eine Buntstiftschachtel reduzieren? Und bitte die dabei entstandenen Flachwaren (Bilder und Grafiken) notfalls zum Kilopreis verscherbeln? Der Preis wäre für ihn viel höher gewesen, als für mich das nach seinem Tot zu regeln. Ein paar seiner "Spuren" hängen heute an meinen Wänden, gut dass da nicht die Bürste alles klar gemacht hat.

Ich finde, man soll den Alten ihr Leben lassen, besser noch ermöglichen und sie nicht auf den Prozess des Dahinscheidens reduzieren. Der letzte Tag des Lebens ist nicht weniger wert als der erste.
Sehr gut. Ich bin 72 und es gibt leider Gründe für die Annahme, dass ich kein sehr hohes Alter erreichen werde. Also werde ich wohl bald allerhand Plunder wegwerfen - aber nicht das, was ich mir gerne ansehe. Denn in der Tat, das Leben ist jetzt, und es ist gut. Danke, @Wellenschlag
 
Alles Konflikte, die man auch zu Lebzeiten austragen/kommunizieren kann. Man ärgert sich also gegebenenfalls über die Unfähigkeit, diese Konflikte zu lösen, sodass sie sich dann nach dem Ableben “rächen” könnten. Hier geht es u.a. auch um Kontrolle über Andere. Man vergisst dabei, dass die anderen das anders herum gegebenenfalls auch bezwecken könnten. Einen also extra den Schrank hinterlassen um einen damit etwas Ballst zu Hinterlassen, eine Aufgabe, eine Beschäftigung mit Hinterlassenschaften, wer weiß? So etwas kann man besser zu Lebzeiten “klären”, danach ist das etwas erschwert.
Weder noch - sie hat da gewohnt, und da waren Sachen von ihr drin. Die Existenz des Schrankes an sich ist kein Problem - er war halt, anders als sie gehofft hatte, nur einfach nichts wert. "Das kannst du mal erben" hieß nachher für mich einfach "das werde ich entsorgen". Gelitten habe ich nicht darunter.
 
Die Gründe etwas bis zum letzten Tag behalten zu wollen sind derlei vielschichtig.
Ich will meine Synths, Münzen, Malsachen einfach um mich haben um sie als einen Teil von mir zu betrachten, ich will sie nutzen, oder auch, meine Hinterbliebenen fanden mein Hobby immer nervig, haben sich beschwert oder darüber lustig gemacht und wollten sich nie damit befassen, jetzt müssen sie sich damit befassen.
 


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