martinjuenke
SpaceFox
Was habt ihr eigentlich für ein Zielalter, zu dem der Kram geregelt sein sollte?
Wäre 80 zu alt?
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Wäre 80 zu alt?
ist es ein wille, keinen willen zu haben? und falls nicht, was ist es dann?
Komischerweise habe ich so ähnliche Geschichten schon mehrfach in meinem Leben, ausschließlich von Frauen/Witwen erzählt bekommen: “Ich armes Opfer meines kranken Mannes komme nicht direkt an sein Bargeld ran. Er hat sich nicht gekümmert, dass ich Bargeld habe.”. Und lustigerweise auch deren Freundinnen so vorher: “Die arme, arme Frau ist mit einem kranken Mann belastet. Wie schrecklich für die arme Frau!”. Sorry, aber schon wirklich so oft mitbekommen, dass ich ein bischen den Glauben an manche Menschen verloren habe und vorsichtiger, kritischer geworden bin. So Menschen brauche ich nicht um mich rum. Aber wie heißt es so schön: “In der Not erkennt man seine wahren Freunde”.Der Mann einer Nachbarin ist vor kurzem gestorben und hat sie mit einer Münzsammlung alleinegelassen, Wert vermutlich auch so im gehobenen fünfstelligen Bereich. Die Frau weiß im Prinzip auch, wo sie das verkaufen kann, aber es kotzt sie an, dass er sich nicht selber vorher darum gekümmert hat. Dass er an seiner Krankheit mittelfristig sterben würde war über Jahre abzusehen. Er hat keinen Strich dafür getan, das Zeug zu verkaufen. Es war für ihn halt super bequem.
Nein, die Frau hat genug Geld; darum geht es nicht. Es geht um den Dreck, den er hinterlässt. Das ist wie braune Streifen in der Kloschüssel hinterlassen. Kacken muss jeder (= auch die Frau hat Geld für ihre Hobbys/Sammelwurt ausgegeben) aber es benutzt bitte auch jeder die Klobürste (= kümmert sich um den Verkauf, wenn die Notwendigkeit absehbar wird).“Ich armes Opfer meines kranken Mannes komme nicht direkt an sein Bargeld ran. Er hat sich nicht gekümmert, dass ich Bargeld habe.”.
Mein Gedanke ist eher, gerade WEIL es für die Hinterbliebenen schlimm genug wird, ist es meine Verantwortung, den Übergang nicht noch unnötig mit Tonnen von Kram zu erschweren, den ich sowieso nicht mehr brauche.Aber wie heißt es so schön: “In der Not erkennt man seine wahren Freunde”.
Sie kann es doch einfach wegschmeißen. Der Altmetallhändler holt es sicher noch am selben Tag kostenlos ab. Dann hat sie es los, wenn es nur darum geht.Nein, die Frau hat genug Geld; darum geht es nicht. Es geht um den Dreck, den er hinterlässt.
Im Zweifel entsorgen.Die Bugwelle wird nicht unbedingt kleiner, wenn man den Kram vorher einzeln wieder zurück in diese Bugwelle verkauft. Eher im Gegenteil, weil so weniger entsorgt wird, weil die Erben wahrscheinlich weniger Wertvolles sehen und den Aufwand scheuen, sich darum zu kümmern.
Ja vielleicht wollte er es genau so? Vielleicht hätte sie sich mehr um ihn kümmern sollen, als er noch lebte? Irgenwie zeugt das doch von ihrem eigenen Versagen und Frust. Etwas, wofür sie jemanden beschuldigt, der gar nicht mehr existiert. Da macht sie es sich sehr leicht. Gleichzeitig blickt man hier in die Untiefen ihres Wertesystems, dass sie an ihren verstorbenen Mann anlegt und mit ihm “abrechnet”.Nein, die Frau hat genug Geld; darum geht es nicht. Es geht um den Dreck, den er hinterlässt. Das ist wie braune Streifen in der Kloschüssel hinterlassen.
Ich verstehe natürlich den Ansatz der meisten hier.So ein Auto ist schnell weg, aber ein Dutzend Synths, Outboard, Kabel, sonstiges Gedöns, soll das erst jahrelang bei mir rumgammeln, damit sich dann meine Frau damit rumplagen kann?
Wenn man jemanden kennt, der deutlich jünger als man selber ist und der bereit ist, das abzuwickeln, ist ja alles gut. Wäre bei mir aber nicht der Fall. Daher sehe ich mich in der Verantwortung.
Ich denke auch, dass es viele Möglichkeiten bzw. Dienstleister gibt, die das schnell erledigen. Es sei denn man/frau ist einfach zu dumm oder zu gierig.Sie kann es doch einfach wegschmeißen. Der Altmetallhändler holt es sicher noch am selben Tag kostenlos ab. Dann hat sie es los, wenn es nur darum geht.
Habe ich das richtig verstanden? Eine wertvolle Münzsammlung hinterlassen ist das gleiche wie Kackreste hinterlassen? Ich vermute, ich habe da eine ganz andere Perspektive bzw. Wertvorstellung von verschiedenen Dingen.Das ist wie braune Streifen in der Kloschüssel hinterlassen.
Es bleiben sicher noch immer die Fälle, in denen der Tod aus heiterem Himmel kommt, aber in den allermeisten Fällen, die wir hier diskutieren, sollte die Zeit bleiben, irgendwann zwischen ~75 und dem Ableben mit hoffentlich erst ~85 seinen Krempel zu verticken. Ich denke, das ist auch für die eigene Psyche gut, vor dem Tod sich von seinem Lebensballast zu trennen.
ja, momentan fühl ich mich auch frei mit den vielen Gerätschaften, weil ich "frei" bin damit viel und das zu machen was ich immer schon wollte. aber im Alter, das wollte ich damit sagen, verändern sich die Prioritäten und das, was man angesammelt hat, wird man ggf. immer weniger benutzen und kann dann als "zu viel" und "nicht mehr notwendig" empfunden werden, bis sich der Gedanke durchsetzt, sowieso nichts mehr zu machen oder so wenig zu machen, dass man die Geräte abgibt.Freiheit ist letztlich eher ein "Gefühl". Man kann sich mit viel Equipment frei fühlen, genauso wie mit keinem. Maximalismus ist genauso Freiheit wie Minimalismus, nur in invertierter Interpretation. Leicht paradox, aber so funktioniert das doch mit ying und yang.
Beide Extreme sind typischerweise "zu extrem" und nicht wirklich erstrebenswert bzw. abnormal.
So war das das bei den 100 Jahre alten Möbeln meiner Tante. Da dachte sie auch, dass das irgendeinen Wert hat. Hatte es dann aber nicht. Zumindest standen die potentiellen Käufer nicht Schlange. Vielleicht hätte ich die Klamotten für ein paar Euro verscherbeln können, aber das war mir den Aufwand nicht wert. Und so ging das Zeug halt auf den Müll.Im Zweifel entsorgen.
Was ich sagen wollte, der ganze Kram wird sehr viel weniger wert sein als viele Alte glauben.
Wenn man möchte, dass nach dem Tod etwas geregelt wird, dann wäre heute die beste Zeit dafür, denn morgen könnte es schon zu spät seinWas habt ihr eigentlich für ein Zielalter, zu dem der Kram geregelt sein sollte?
Wäre 80 zu alt?
Alles Konflikte, die man auch zu Lebzeiten austragen/kommunizieren kann. Man ärgert sich also gegebenenfalls über die Unfähigkeit, diese Konflikte zu lösen, sodass sie sich dann nach dem Ableben “rächen” könnten. Hier geht es u.a. auch um Kontrolle über Andere. Man vergisst dabei, dass die anderen das anders herum gegebenenfalls auch bezwecken könnten. Einen also extra den Schrank hinterlassen um einen damit etwas Ballst zu Hinterlassen, eine Aufgabe, eine Beschäftigung mit Hinterlassenschaften, wer weiß? So etwas kann man besser zu Lebzeiten “klären”, danach ist das etwas erschwert.So war das das bei den 100 Jahre alten Möbeln meiner Tante. Da dachte sie auch, dass das irgendeinen Wert hat. Hatte es dann aber nicht. Zumindest standen die potentiellen Käufer nicht Schlange. Vielleicht hätte ich die Klamotten für ein paar Euro verscherbeln können, aber das war mir den Aufwand nicht wert. Und so ging das Zeug halt auf den Müll.
Meine Mutter hat da noch einen Schrank, den ich mal erben kann. Was sie offenbar nicht weiß: wir haben schon einen Schrank. Und gar keinen Platz für einen weiteren. Und: das Silberbesteck vom Urgroßvater brauche ich auch nicht, wir haben auch schon eine Gabel.
Den gang zum mülleimer hätte er tun sollenSie kann es doch einfach wegschmeißen. Der Altmetallhändler holt es sicher noch am selben Tag kostenlos ab. Dann hat sie es los, wenn es nur darum geht.
Es soll auch hier Menschen geben, die Kroatisch verstehen.Habe mich damit noch nicht beschäftigt und habe es auch nicht vor. Ist mir auch egal.
"Frei nach dem Motto: "Kad me ne bu, nek me jebu" Was auch immer das bedeuten soll.
Warum thematisiert sie das dann theatralisch?Den gang zum mülleimer hätte er tun sollen
Was ist mit der eventuell gemeinsamen Immobilie, hätte er die auch vorher verkaufen und das Geld verleben sollen, oder ist‘s da ok sich um das Erbe zu kümmern?Den gang zum mülleimer hätte er tun sollen
Mein "was auch immer das bedeuten soll" bezog sich auf die, die es in einen Übersetzer eingeben werden, da dort eigenartiges Zeuch ausgespuckt wird. Aber Michael hat es schon sinngemäß richtig übersetzt:Es soll auch hier Menschen geben, die Kroatisch verstehen.
"Wenn ich nicht mehr da bin, kümmert es mich nicht"
Kacken muss jeder (= auch die Frau hat Geld für ihre Hobbys/Sammelwurt ausgegeben) aber es benutzt bitte auch jeder die Klobürste (= kümmert sich um den Verkauf, wenn die Notwendigkeit absehbar wird).
der ganze Kram wird sehr viel weniger wert sein als viele Alte glauben.
Sehr gut. Ich bin 72 und es gibt leider Gründe für die Annahme, dass ich kein sehr hohes Alter erreichen werde. Also werde ich wohl bald allerhand Plunder wegwerfen - aber nicht das, was ich mir gerne ansehe. Denn in der Tat, das Leben ist jetzt, und es ist gut. Danke, @WellenschlagMein Vater war Maler, hat beruflich Öffentlichkeitsarbeit für ein Bundesamt gemacht, auch um Geld für die Familie anzuschaffen und konnte erst in der Rente so richtig mit der Kunst "loslegen". Er hat solange gearbeitet wie es gerade noch ging, das Glück hat ihn dafür fast 25 Jahre geschenkt. Hätte ich ihm am Anfang der Rente sagen solle, er solle mal bitte sein Atelier ausmisten und auf eine Buntstiftschachtel reduzieren? Und bitte die dabei entstandenen Flachwaren (Bilder und Grafiken) notfalls zum Kilopreis verscherbeln? Der Preis wäre für ihn viel höher gewesen, als für mich das nach seinem Tot zu regeln. Ein paar seiner "Spuren" hängen heute an meinen Wänden, gut dass da nicht die Bürste alles klar gemacht hat.
Ich finde, man soll den Alten ihr Leben lassen, besser noch ermöglichen und sie nicht auf den Prozess des Dahinscheidens reduzieren. Der letzte Tag des Lebens ist nicht weniger wert als der erste.
Ha ha. Also der erste Halbsatz deckt sich sogar mit meiner Interpretation. Den zweiten Halbsatz habe ich ohne Vulgärsprache formuliert, aber ohne Kenntnisse der russischen Vulgärsprache (https://de.wikipedia.org/wiki/Russischer_Mat) hätte ich ihn nicht verstanden.[...] in einen Übersetzer eingeben werden, da dort eigenartiges Zeuch ausgespuckt wird
Weder noch - sie hat da gewohnt, und da waren Sachen von ihr drin. Die Existenz des Schrankes an sich ist kein Problem - er war halt, anders als sie gehofft hatte, nur einfach nichts wert. "Das kannst du mal erben" hieß nachher für mich einfach "das werde ich entsorgen". Gelitten habe ich nicht darunter.Alles Konflikte, die man auch zu Lebzeiten austragen/kommunizieren kann. Man ärgert sich also gegebenenfalls über die Unfähigkeit, diese Konflikte zu lösen, sodass sie sich dann nach dem Ableben “rächen” könnten. Hier geht es u.a. auch um Kontrolle über Andere. Man vergisst dabei, dass die anderen das anders herum gegebenenfalls auch bezwecken könnten. Einen also extra den Schrank hinterlassen um einen damit etwas Ballst zu Hinterlassen, eine Aufgabe, eine Beschäftigung mit Hinterlassenschaften, wer weiß? So etwas kann man besser zu Lebzeiten “klären”, danach ist das etwas erschwert.