Nur OnTopic Was soll nur mit euren Maschinen geschehen?

Bitte stark genau im Thema bleiben wie es im ersten Beitrag steht. Alles andere gilt als OT und kann gelöscht werden.
Aloha .-)

Ja, ein Thema, welches im Nachbarforum auch schon diskutiert wurde.... Werde dies Jahr 60.

Testament ist gemacht, allein schon wegen unserer beiden (behinderten) Kinder, denn dann ist das Vererben etwas 'speziell'...

Meine Frau hat eine Liste, was wo steht (auswärtiger Proberaum etc) und was es in etwa Wert ist, ausserdem kennt sie die Frage kommenden Leute, die helfen können. Auch die Auflösung der Werkstatt und wer dann den Teilebestand bekommen soll ist schon geregelt. Ich habe natürlich Lust, dies hier noch eine ganze Weile weiterzumachen, aber man kann halt nie wissen, daher bin ich da ganz bei Jean Pütz: 'Ich hab da mal was vorbereitet...' ;-)


Jenzz
 
All mein Equipment wird, wenn ich nicht mehr kann und gestorben bin, an einen talentierten Musiker gehen, der dann damit machen kann, was er will...
Wenn ich tot bin, ist das auch das Ende und was danach passiert? Das bekomme ich sowieso nicht mehr mit...
 
Meine Frau weiss, dass der Krempel sehr viel wert hat und würde ihn bestimmt nicht einfach so verschachern. Wenn ich tot bin, dann ist es mit aber so oder so egal. :segeln:

BTW: Ich versuche meine Mutter schon seit 10 Jahren davon zu überzeugen, dass sie endlich ihr Cello verkauft. Ein paar Jahre hat sie es verliehen, aber nun steht es wieder bei mir im Studio. Sie ist gehörlos geworden und ich hab keine Ambitionen. Einer meiner Leitsätze dazu (glaub von Aristoteles): "Alles in allem liegt Reichtum doch eher im Gebrauch, denn im Besitz."
 
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Ich bin fasziniert, wie viele Leude sich bereits Gedanken über ihren "geordneten" Abgang gemacht haben.
Allen anderen, die noch irgendwas dann regeln wollen, kurz bevor es "so weit" ist, es könnt sein, dass es sich nicht mehr ausgeht.
 
Mein Partner ist im besten Sinne nicht abhängig von Equipment Verkäufen. Deswegen kann ich selber entscheiden, was mit meinen Studio passieren soll, wenn ich danach dieser Welt den Rücken gekehrt habe...
Und wenn jemand durch die Hardware neue Perspektiven bekommt, dann gehe ich mit guten Gedanken an die Kreativität und Kunst, die dann dadurch weitergeht... Auch wenn ich schon lange nicht mehr existiere...

@NW Moelders

Die Situation jedes Einzelnen gestaltet sich halt anders...
 
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Meine Frau weiss,...
Der Mann einer Nachbarin ist vor kurzem gestorben und hat sie mit einer Münzsammlung alleinegelassen, Wert vermutlich auch so im gehobenen fünfstelligen Bereich. Die Frau weiß im Prinzip auch, wo sie das verkaufen kann, aber es kotzt sie an, dass er sich nicht selber vorher darum gekümmert hat. Dass er an seiner Krankheit mittelfristig sterben würde war über Jahre abzusehen. Er hat keinen Strich dafür getan, das Zeug zu verkaufen. Es war für ihn halt super bequem.

Ich muss mich da selber an der Nase fassen. Ich habe mir echt vorgenommen, meinen Bestand in den nächsten zehn Jahren wirklich auf ein Minimum zu reduzieren. Bitte erinnert mich mal in fünf Jahren daran.
 
Der Mann einer Nachbarin ist vor kurzem gestorben und hat sie mit einer Münzsammlung alleinegelassen, Wert vermutlich auch so im gehobenen fünfstelligen Bereich. Die Frau weiß im Prinzip auch, wo sie das verkaufen kann, aber es kotzt sie an, dass er sich nicht selber vorher darum gekümmert hat. Dass er an seiner Krankheit mittelfristig sterben würde war über Jahre abzusehen. Er hat keinen Strich dafür getan, das Zeug zu verkaufen. Es war für ihn halt super bequem.
Auch die Arme. Hätte er lieber die Münzen verscherbelt und das Geld verprasst, dann hätte sie das Problem nicht mehr an der Backe.
Das ist ein Problem, das ich gerne hätte. Sprich kein Problem, sondern eine Gelegenheit.
Vielleicht verkauft sie es unter Wert. Ist das dann schlimm? Im Vergleich zu dem Szenario, dass er es x Jahre vorher verkauft hätte. Wären die Münzen dann nicht noch weniger wert gewesen?
Womit vergleicht ihr das?
Sie kann die Münzen auch einfach wegwerfen, wenn sie die so belasten.
 
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auch wenn sie sich nicht mit den details auskennen, aber wenn man nennenswert teures zeug (sechsstellig?) besitzt, egal ob nun tonstudioequipment oder eine münzsammlung, dann wissen die erbberechtigten normalerweise auch grundsätzlich davon und müssten sich halt hilfe holen um die preise zu ermitteln.

um kryptowallets, selbstprogrammierte software, halbfertige bücher, sowie um offene außenstände oder den im kleingarten vergrabenen bernsteinzimmerschatz würde ich mir mehr gedanken machen.
 
Darum geht es nicht. Sie wird den Gegenwert schon kriegen.
Aber es ist etwas, das sie selber nie haben wollte (egal wie teuer oder günstig), und jetzt hat sie auch noch den Scheiß an der Backe es loszuwerden.
Die Arme. Ich tausche gerne mit ihr.
Wenn sie es nicht will: Fenster auf und rein in den Müllkontainer. Es zwingt sie niemand, sich damit "zu belasten" außer ihre eigenen Zwänge.
Sie kann das Erbe auch ablehnen.

Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Sie kann sich doch freuen, dass er nicht nur Schulden hinterlassen hat!
Soll er sich noch den Sarg bestellen und sich gleich bestatten lassen. Wo fängt man dann am besten an. Schonmal den Grabstein bestellen? Musik für die Zenemonie raussuchen, damit alle auch richtig weinen?

Wenn sie nun mit den Hinterlassenschaften ein Problem hat, dann hat er wohl zu Lebzeiten eher andere Dinge "falsch" gemacht...

Zuallererst sollte man für sich selbst leben und nicht für andere, oder? Oder existiert man hauptsächlich, um es anderen recht zu machen?

Das ist wohl auch eine gute Frage im Bezug auf Musik: macht man Musik für sich oder hauptsächlich um anderen zu gefallen?
Vielleicht hat man die Instrumente nur um das anderen zu zeigen. Wozu hat man den Kram?
Wenn man sich durch den Kram definiert wäre das wiederum schwer den zu verkaufen, weil man dann ein Stück von sich selbst verkaufen müsste.
In dem Fall wäre es dann besonders "hart" den Musiker für seinen Besitz zu verurteilen, weil er sich selbst ja dadurch ein stückweit personalisiert.
Mit den Hinterlassenschaften verkauft man dann also ein Stückweit einen Teil der personalisierten Hinterlassenschaften. Und das dann zu kritisieren ist direkt Kritik an der Person selbst! Auf mindestens zwei Ebenen. So etwas macht man schon alleine aus moralischen Gründen nicht. Es zeugt vermutlich von anderen "Problemen" oder Konflikten.
 
Zuletzt bearbeitet:
interessant was ich hier so lese. lustigerweise hab ich seit einiger Zeit auch immer wieder mal so spontane Gedanken daran wenn ich alt bin mit der Frage, ob und wie ich mich mit meinen Synthis hier so sehe. und da hab ich innerlich auch schon die Entscheidung getroffen, das alles zu verkaufen um mich im Alter zu verkleinern. es ist ja jetzt schon so, dass mir der Gang in die Natur in meinen Garten draußen im Wald (mit 600 m²) wichtiger ist als Musik zu machen, und auch immer wichtiger wird. fast könnte ich sagen, ich werd immer mehr wie mein Opa. die Prioritäten verschieben sich, und ich beginne das kleine, wenige, minimalistische zu lieben. das wirklich notwendige. zuviel haben heißt irgendwann auch unfrei zu sein. also, klar .. ich sammel weiterhin Musik und Bücher, aber sonst ... hmh.

ich seh mich da auch so .. das Musikzeug wird verkauft sein bevor ich mich verabschiede.
 
Freiheit ist letztlich eher ein "Gefühl". Man kann sich mit viel Equipment frei fühlen, genauso wie mit keinem. Maximalismus ist genauso Freiheit wie Minimalismus, nur in invertierter Interpretation. Leicht paradox, aber so funktioniert das doch mit ying und yang.
Beide Extreme sind typischerweise "zu extrem" und nicht wirklich erstrebenswert bzw. abnormal.
 
…meine Bedenken sind halt, dass ich diese Grenze von 2000 Euro locker mit drei-vier Modulen schon erreiche

deswegen helfen da auch aufklärungskampagnen nicht mehr, wer vor irgendwas angst haben will, der wird immer ein thema finden mit dem das klappt.

…aufgrund meiner extrem schlechten Erfahrung im persönlichen Kontakt mit dem Finanzamt schon vor Jahren lasse ich mich grundsätzlich vertreten

das ist krass. finanzämter sind normalerweise auffallend freundlich und arbeiten hochgradig korrekt.

mit jobcentern, polizeidienststellen oder baubehörden solltest du dann wohl erst recht jeden kontakt meiden.

und bin gar nicht scharf drauf dass mich da irgendjemand irgendwas fragt und dann meine Nachweise grundsätzlich erstmal in Zweifel zieht - alleine der zu erwartende bürokratische Aufwand würde so viele Ressourcen kosten

eine behörde kann insofern deine nachweise nicht in zweifel ziehen, als dass eine aufforderung zur mitwirkung (z.b. nach §90 ff AO) ja bereits enthalten muss, was denn konkret vorgelegt werden soll um den sachverhalt zu beweisen.

grundsätze lernen und verstehen == keine angst mehr vor der welt haben. :)
 
Zuallererst sollte man für sich selbst leben und nicht für andere, oder? Oder existiert man hauptsächlich, um es anderen recht zu machen?

also ich möchte schon, dass z.b. meine musikinstrumente lieber an freunde oder bedürftige kollegen gehen als an irgendwelche windigen händler oder auf dem sperrmüll landen, genau wie ich auch möchte, dass meine wohnung in privaten händen bliebt und nicht bei vonovia landet.

diese dinge tut man doch für sich selbst, und nicht für die partnerin oder kinder.
 
grundsätze lernen und verstehen == keine angst mehr vor der welt haben. :)

…vielen Dank für Deine vorausgehenden Einschätzungen…

…einwerfen würde ich gerne noch - weil Deine Ausführungen halt möglicherweise an einer Themaverfehlung kratzen - dass ‚Angst‘ kein Synonym für ‚Bedenken‘ ist…

…dann fiele mir noch ein, dass es möglich wäre, dass wir unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben könnten?…
 
also ich möchte schon, dass z.b. meine musikinstrumente lieber an freunde oder bedürftige kollegen gehen als an irgendwelche windigen händler oder auf dem sperrmüll landen, genau wie ich auch möchte, dass meine wohnung in privaten händen bliebt und nicht bei vonovia landet.

diese dinge tut man doch für sich selbst, und nicht für die partnerin oder kinder.
und wann fängst du an?
Am besten die Synths und Wohnung heute schon verkaufen, um sicher zu gehen, dass so etwas "schlimmes" nicht eintreten wird?
Vertraust du Deinen Verwandten nicht?
Geht es hier um Kontrollverlust, nachdem man nicht mehr existiert. Hat man diese Kontrolle überhaput real? Ist das die Freiheit. Gibt es nicht unzählige relativ wahrscheinliche Szenarien, in denen nicht genau das passieren wird, was man prognostiziert. Also z.B. in den nächten 3 Montaten oder 3 Jahren? Ja so gerne würde man die Zukunft beeinflussen. Nur beeinflusst man wirklich, wenn man dann gar nicht zu dem Zeitpunkt dabei ist um Einfluss zu nehmen? Wenn man das vorher bereits getan hat und damit den Ausgang vorzeitig beeinflusst hat und die anderen ggf sogar vorher davon wussten und sich damit vorher bereits arrangieren konnten. Siehe Aktienmarkt (Beispiel angekündigte Insidertrades und Optionshandel wenn er offen kommuniziert wird, oder die Rolle von Brokern) Lustiges Gedankenexperiment...

Also klar, irgend wann kann man auch über die "Market exit Strategie" nachdenken. Aber für einen persönlich ist es nicht hinderlich, das bis auf das Ende herauszuschieben, solange man noch etwas verrichten möchte, oder?
Wenn man eigentlich ableben "möchte", dann kann man schonmal das "Ablebeprogramm" abspulen und runterfahren bis der Organismus ablebt. Das geht, wenn man es ernst nimmt, zu jedem Zeitpunkt. Fraglich ist, ob das die bessere Variante ist als "ungeplant", quasi eher durch Zufall. Rein Rechtlich ist das im Grunde die Frage um die Menschenwürde und indirekt auch eine zur Freiheit. Moralsiche Zwänge, wie man am besten abzuleben gedenken sollte, die sind doch insich irgendwie unmoralisch, oder? Erst recht im Nachhinein, wenn es bereits geschehen ist und ggf. "sogar" ungeplant? U.a. deshalb muss man doch auch kein Erbe annehmen?

Testament ist ggf. etwas anderes, ich meine hier die aktive Änderung der Lebensverhältnisse z.B. durch Verkauf von Hab und Gut zur Umwandlung in "Geld", das vielleicht auch von Vergänglichkeit betroffen sein könnte, letztlich existiert dieser Wert dann nur in unserer Psyche. Etwas, das manche Menschen "verstehen", die wir dann nicht verstehen.
Bereits das Anlegen von Wertemaßstäben an andere ist, insbesondere wenn sich die Person mit diesen Dingen selbst ein stückweit identifiziert hat, eine Missachtung dieser Person durch das Unterwerfen unter die eigenen (Wert-)Vorstellungen. Das ist wohl auch ein Teil von dem Konflikt, den wir hier gerade diskutieren: der Übergang von Hab und Gut in ein anderes, z.T. unbestimmtes Wertesystem mit einhergehender Angst vor Kontrollverlust nach dem Ableben über eben dieses, bei dem man es den Anderen leicht machen möchte, indem man das Hab und Gut vorwerg bereits in das neue Wertesystem der projezierten Zukunft überführt.
Die Sicherheit ist und bleibt projeziert, ebenso wie die Interpretation von Wert in der Zukunft, die Zukunftssituationsprognose usw., praktisch muss man Wahrscheinlichkeiten multiplizieren und einige Faktoren habe ich hier noch nicht genannt. Sicherheit ist ebenso ein Gefühl.

Im Kontrast dazu kann man sich ebenso "sicher fühlen", weil man weiss dass man den Kram bis zum Ableben noch hat. Rein wahrscheinlichkeitstechnisch ist dies wohl sogar "sicherer", weil diese Zukunft näher liegt als die nach dem Ableben, in der man dann die aktive Kontrolle verloren haben wird, also reagieren kann.

Ob das eine oder andere "besser" ist, ist meiner Ansicht nach eher eine Frage nach dem persönlichen Wertesystem als nach der "Vernunft".
Wenn man es seinen Mitmenschen besonders leicht machen will kann man beim Ableben schon vorsorgen und vorsorglich alles runterfahren und minimieren, bis man nicht mehr "existiert". Ob es das den Mitmenschen praktisch wirklich gefühlt leichter macht? Aus meiner Erfahrung kann durchaus auch das bittere Gegenteil der Fall sein!
 
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@C0r€
Ich hab das alles mit meinem Partner einfach schon persönlich besprochen, was nach meinem Ableben passieren wird... (Btw gibt auch eine Patientenverfügung, um lebensverlängernde Maßnahmen zu verhindern...)
Und wenn man sicher sein will, sucht man sich halt einen Notar und hinterlegt dort den letzten Willen, der Diesen als "Testamentar" auch durchsetzt...
Letztlich bleibt es dabei... Wenn das Leben zu Ende ist, dann existiert man nicht mehr und alles, was danach passiert, spielt dann wahrlich keine Rolle mehr...
Aber man kann Vorbereitungen treffen, damit eben den eigenen Wünschen auch entsprochen wird...
 
…dann fiele mir noch ein, dass es möglich wäre, dass wir unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben könnten?…

zumindest mal eine unterschiedliche interpretation solcher erfahrungen.

wie wahrscheinlich solche fehlleistungen bei finanzbehörden sind ist das eine.

aber sehr viele menschen gehen ja davon aus, dass wenn eine behörde "nachvollziehbare nachweise" anfordert, dass dann die ermittlungspflicht bei ihnen selbst liegt und die selbst herausfinden müssen, was das amt ermitteln will.

ich hingegen weiß, dass ich so ein schreiben in den mülleimer werfen kann und den rechtstreit um den daraus folgenden, rein auf vermutungen basierenden verwaltungsakt gewinnen werde.


ehrlich gesagt würde mir auch kein einziges beispiel einfallen bei dem tonstudioequipment nur wenige monate nach dem kauf schon deutlich mehr wert ist (so wie z.b. bei einem stark limitierten ferrari) und der besitzer das dann wieder verkauft, völlig ungewerblich, rein aus privaten motiven. das sind einfach zuviele zufälle auf einmal.

wer genau das tatsächlich geschäftsmäßig tun würde - jährlich 30 gebrauchte eurorack module mit "gewinn" wieder zu verkaufen - dem unterstellte man meiner auffassung nach dann wohl auch vorläufig völlig zurecht, dass das in wahrheit gewerblich ist.
 
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und wann fängst du an?

das ist eine sehr gute frage. die meisten beiträge hier reden immer über "im alter" o.ä., das kann unter umständen zu spät sein.

ein testament sollte man spätestens machen, wenn man etwas nennenswertes besitzt und/oder gründe dafür hat individuelle regelungen über seinen nachlass zu treffen (unverheiratete partnerin, soziale kinder, weltanschauungen usw.)

das kann auch mit 29 sein.

Am besten die Synths und Wohnung heute schon verkaufen, um sicher zu gehen, dass so etwas "schlimmes" nicht eintreten wird?
Vertraust du Deinen Verwandten nicht?

ich persönlich habe weder kinder noch nichten und neffen. insofern werde ich spätestens dann eine verfügung aufsetzen, wenn meine eltern und meine cousinen mal nicht mehr sind.

mit 95 bin ich eventuell so dement, dass ich das nicht mehr geregelt bekomme. jetzt mit 51 bin ich erst halb gaga.

Gibt es nicht unzählige relativ wahrscheinliche Szenarien, in denen nicht genau das passieren wird, was man prognostiziert.

was ist wahrscheinlicher: dass genau in dem jahr, in dem du den löffel abgibst, gerade die staatliche ordnung zusammenbrichst und niemand mehr dein testament vollstrecken kann, oder dass es nicht passiert?

allzugerne würde man das prinzip natürlich aufs leben ausdehnen. es wäre geradzu paradiesisch, wenn man eine art "alle meine wünsche vor meinem letzten willen" nur aufsetzen bräuchte und dann geschieht das alles wie bestellt. :)

Aber für einen persönlich ist es nicht hinderlich, das bis auf das Ende herauszuschieben, solange man noch etwas verrichten möchte, oder?

die leute, die sich frühzeitig um die weiterverteilung ihrer reste kümmern tun das vermutlich, weil sie ihre endlichkeit dadurch leichter ertragen können. die leute, die das nicht tun, machen es aber wahrscheinlich auch aus einem ähnlichen grund.

denn natprlich stimmt das, dass es einem selbst scheißegal sein kann, was nach deinem tod passiert. oder auch dass du tot bist. das ist alles immer nur für die anderen scheiße.

Testament ist ggf. etwas anderes, ich meine hier die aktive Änderung der Lebensverhältnisse z.B. durch Verkauf von Hab und Gut zur Umwandlung in "Geld", das vielleicht auch von Vergänglichkeit betroffen sein könnte, letztlich existiert dieser Wert dann nur in unserer Psyche. Etwas, das manche Menschen "verstehen", die wir dann nicht verstehen.

du hast oben die würde erwähnt und ich möchte ergänzen, dass das berteits zum thema "psyche" gehört.

genau, das ist das, was bei diesen fragen im zentrum steht. deswegen ist die entscheidung auch sehr invididuell. der eine überträgt aus steuerlichen gründen seine grundstücke schon mit 50 stückweise an seine kinder, und der andere ist fest davon überzeugt, dass er unsterblich ist und will über seine endlichkeit nicht nachdenken.

ich habe meinen 250-musikgerätepark im alter von 23 aufgelöst. weil ich das geld brauchte. es gibt auch noch andere gründe sich zu verkleinern oder aufzuhören, bevor man rückenschmerzen hat oder nichts mehr hört. da muss man garnicht erst an die erbberechtigten urenkel denken.

man sollte sich auch von seinem fahrrad oder seinem staubsauger trennen wenn man merkt, dass man das zeug nicht mehr benutzt, dann haben die katzen mehr platz zum spielen.
 
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Man kann nicht damit planen, wie dann die Erben mit dem Geerbten umgehen werden und wie sie dies einschätzen werden und wie sie damit umgehen werden (außer man regelt das, soweit das überhaupt geht). Man kann versuchen das zu tun, nur hat man darüber weder zu dem Zeitpunkt "Kontrolle", noch kann man es überhaupt beobachten (es sei denn man glaubt daran, man könne dies dann in anderer Form tun).
Ich denke sehr oft passieren mit den Vererbten Stücken Dinge, die diejenigen, die das vererbt hatten so sicherlich nicht wollten.
Sehr oft enttäuschen Testamente diejenigen, die beerbt werden.
Freude währt kürzer, als man denkt (6 Wochen bis Gewöhnung eintritt).

Das ist auch ein Kommunikationsthema. Also miteinander darüber vorab reden ist denke ich normalerweise sinnvoller, als unabgestimmt irgend etwas verkaufen oder insgeheim Testamente zu schreiben (Notar benötigt es dazu doch nicht? Außer vielleicht man mistraut den Angehörigen, dass diese etwas abhanden kommen lassen oder fälschen?)

Der Mann mit der Münzsammlung hatte sein Wertesystem und ist vermutlich nicht davon ausgegangen, dass es solch eine Last nach seinem Ableben erzeugen würde? Vielleicht hat er es aber auch extra gemacht? Er wollte, dass man sich mit seinem Kram beschäftigt, quasi als letzter Wille, als Rache. Wer weiß.
Dazu ist ein Testamet doch da, den Willen durchzusetzen. Immerhin den lezten. Wieso kann das dann demjenigen, der vererbt dann zur Last gelegt werden, dass dieser einen "schlechten letzten Willen" hatte?
Auch das nicht Erstellen eines Testaments ist ein statement und eine Vermittlung eines Werte-Systems des Ablebenden. Ob bewusst oder unbewusst ist dann letztlich auch ein statement.
Frei nach: man kann nicht nicht kommunizieren.
 
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ist es ein wille, keinen willen zu haben? und falls nicht, was ist es dann?

kann man daraus, dass jemand keinen willen äußert, schließen, dass er auch keinen hat?


oh, das mit den bedingungen geht schon. zulässige zu finden und rechtssicher zu formulieren, dabei hilft der notar gegen eine geringe aufwandsentschädigung gerne.

aber erklär mal deiner jungen geliebten, die nicht die hellste torte auf der kerze ist, wie man eine kryptowallet wieder herstellt und dass sie von den 3 millionen eine noch nachversteuern muss und eine weitere an greenpeace zu überweisen hat. ne ne, dann lieber zum notar gehen. :)
 
aber erklär mal deiner jungen geliebten, die nicht die hellste torte auf der kerze ist, wie man eine kryptowallet wieder herstellt und dass sie von den 3 millionen eine noch nachversteuern muss und eine weitere an greenpeace zu überweisen hat. ne ne, dann lieber zum notar gehen. :)

Der Notar unterschreibt mehr oder weniger jeden Wisch gegen Gebühr und ist leider auch nicht unbedingt der beste Ansprechpartner was Rechtssicherheit anbelangt (Stundensatz usw.).

Bei Problemen in Millionenhöhe sollte man sich mit Leuten beraten, die in diesen Größenordnungen Erfahrung haben. Da kann man viel falsch machen.

Wir machen hier keine Anlagenberatung für Millionen in Hochrisiko-Depots, hier geht es um einen Stapel ggf. alter nerdiger Sythesizer und Racks, die hier im Forum besonders wertgeschätzt werden, deren Verbeib nach dem persönlichen Ableben anscheinend bereits im vorab besonders gut geregelt werden will, um den nicht-Synth affinen Nachkommen weniger Umstände bei deren Entledigung zu bescheren oder diese im Auftrag möglichst wohltätig an möglicherweise ebenso nicht-Synth affine (oder hoffentlich doch affine) Nichtnachkommen zu spenden um sie damit zwangszubeglücken (bzw. sich selbst schonmal jetzt bei der Planung dieser zukünftigen Freudentat). Was dann wirklich passiert wird man in jedem Fall nicht miterleben können, es geht um Gefühle projeziert in eine Situation, die irgendwann einteten wird, jedoch in hochgradig ungewisser weise, wobei wir uns das schonmal so ausmalen, als wüssten wir genau wie das dann passieren wird.
Tendentiell haben wir umso mehr Drang uns das so auszumalen und zu planen, umso weniger wir gefühlt Gewissheit haben, wie es ablaufen wird. Eben um die Gewissheit (Sicherheit) zu erlangen, als Gefühl.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich gebe noch Folgendes zu bedenken:
Die Generationen werden tendenziell kleiner. Es gibt also i.d.R. weniger Erben als Erblasser.
Der Hausstand und das Hobby-Gedöns der Erblasser dürften meistens nur geringen bis gar keinen Wert haben.
Die alternde Gesellschaft schiebt also eine Bugwelle von Kram vor sich her.
 
Ich gebe noch Folgendes zu bedenken:
Die Generationen werden tendenziell kleiner. Es gibt also i.d.R. weniger Erben als Erblasser.
Der Hausstand und das Hobby-Gedöns der Erblasser dürften meistens nur geringen bis gar keinen Wert haben.
Die alternde Gesellschaft schiebt also eine Bugwelle von Kram vor sich her.

Und weil alles geplant obsolet wird, will die neue Generation auch gar nichts mit dem Müllberg zu tun haben, ist eh nicht mehr im Trend und man erstickt schon im eigenen.
 
Ich gebe noch Folgendes zu bedenken:
Die Generationen werden tendenziell kleiner. Es gibt also i.d.R. weniger Erben als Erblasser.
Der Hausstand und das Hobby-Gedöns der Erblasser dürften meistens nur geringen bis gar keinen Wert haben.
Die alternde Gesellschaft schiebt also eine Bugwelle von Kram vor sich her.
Die Bugwelle wird nicht unbedingt kleiner, wenn man den Kram vorher einzeln wieder zurück in diese Bugwelle verkauft. Eher im Gegenteil, weil so weniger entsorgt wird, weil die Erben wahrscheinlich weniger Wertvolles sehen und den Aufwand scheuen, sich darum zu kümmern.
 


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