Re: Er kommt: Analoger Behringer Synthesizer 2016
Das V-Verb finde ich überbewertet. Für den Preis bekommt man ein VST-Reverb was wirklich was taugt (sprich: von Leuten entworfen wurden, die was von Hall verstehen).
(Ein nerviger Fehler im V-Verb ist ziemlich deutlich, insofern wundert mich das der so wenig bemerkt wird. Außerdem ist er ziemlich blöd, das wäre recht einfach ab zu stellen. )
Ansonsten habe ich einiges von
Behringer, was völlig brauchbar ist:
+ CC300. (Ist ein ziemlich authentischer CE-20 Clone. Klar hören da die selbsternannten Experten & Goldohren die Riesen-Unterschiede. Ich würde allerdings wetten, dass sie die beiden nicht auseinander halten können, wenn sie beim Test nicht bescheißen dürften. )
+ DEQ2496. Wandler/Equalizer. Kann man sehr einfach als "schlecht" testen: Anlage automatisch Einmessen lassen und feststellen, dass es das nicht bringt. Das wäre halt der typische Fehler den Anfänger aus Unfähigkeit und "Profis" gerne mal aus Boshaftigkeit machen: die Behringer-Werbung all zu wörtlich nehmen.
+ DCX2496. War sehr lange Zeit die einzige günstige "vollständige" Digital-Weiche. Sehr brauchbar. Ordentlich zu bedienen. Kann relativ lange Delays. Ist aber etwas knapp mit Rechenleistung.
Inzwischen gibt es da aber etwas Auswahl, ich weiß aber nicht wie die so sind.
+ X18. Digitalmischer. Mit dem X32 hat Behringer den Markt für Digitalmischer ja merklich unter Druck gesetzt, da haben jetzt auch andere halbwegs bezahlbare Angebote. Aber wenn es dann wirklich um Bang for the Buck geht, dann ist Behringer im günstig-Segment schwer zu schlagen. Klar dafür bekomme ich keine Neutrik-XLR - was ich aber auch nicht brauche, ich mache ja kein Rock 'n Roll Touring. Aber dafür ist das Ding wirklich Feature-Komplett. Klanglich übrigens alles durchaus brauchbar. Beim X18 ist der Wettbewerb dann ja auch eher analog mit deutlich weniger Ausstattung. Da geht es also um "entzerrt mit voll-parametrischem EQ" gegen "notdürftig entzerrt mit nicht passendem festen Mittenband". Oder beim "mit Kompressor/Gate" eben gegen "kein Kompressor/Gate".
+ HD400 DI-Box. Misst sich etwas schlechter als z.B. die ART-DTI, praktisch ist der geringe Abfall in den Höhen aber eher kein Problem. Also nichts für die Hauptabhöre im Studio, aber sehr nützlich in der Kabel-Kiste für Live.
Es gibt natürlich auch weniger gelungene Geräte: die Vintage Time Machine (=schlechter Memory Man Clone), der digitale Multiband-Kompressor (9024), die "starved Plate" -Röhren müssen einem nicht gefallen. Und die Billigst-Mixer mit ihren "invisible" Pre-Amps, die für dynamische und Bändchenmikros zu viel rauschen dürften zumindest korrekt beworben werden. (Wobei das Rauschen von Deppentestern ja gerne bei offenem Eingang "bewertet" wird - was schlichtweg grober Unfug ist. *So* schlimm ist das nun doch nicht. )