Analogdrummachinemangel

Eine Kiste, die vom Gerätedesign daherkommt, wie die olle 808 oder die olle 909 – aber spitzen Pads hat, Wumms unter der Haube und nen eigenen, vielseitigen Sound mitbringt, plus: softwaremäßig mit den Elektrons mithält: Sowas kann sich niemand vorstellen? Bis es eben einer macht. Aber wenn's einer macht, dann kostet das halt 4.000 Euro. Weil es technisch einem 12-stimmigen super Synth a la PB 12 entspricht.

Hell, ja! Dann kostet das halt 4.000 Euro.

Wenn die Kiste was kann und nach was klingt, dann steht die auch bei allen Profis im YT-Influencer-Studio. Und dann gibt es die kleinere Variante, mit nur 5 Instrumenten für 1.700 Euro (schaut euch den TEO an) und die geht dann weg wie die warme Soma Pulsar Semmel.

Vermona und XOR machen zusammen ne "Nerddrum". Träum ich grad wieder, gell?
 
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Wobei ich nicht müde werde zu betonen: Wenn man Drumcomputer (Synths) so denken würde, wie es Metric Halo mit Wandlern tun, also analog modular und digital serviceorientiert, dann nehmen Profis auch höhere Preise in Kauf.

Software und Hardware so verschmelzen, dass es nicht nur auf Dauer funzt, sondern auch inspirierend ist, ist, glaube ich, die größte Herausforderung. Gerade bei Musikern, die ja permanent zwischen konservativ und "überraschen müssen" oszillieren.

Ich hab mal ne zeitlang für einen Hersteller von Fahrgastinformationssystemen gearbeitet. Also auch: Geräte und Software so verschmelzen, dass es die Nutzer einfach haben. Das sind die wahren Nerds! Da hat mir der Marketingchef (auch ein Synthesizerspieler!) mal erzählt, was ihm der Chefttechniker eines Nahverkehrsbetriebs auf die Frage geantwortet hat, warum sie sich nicht für nen Wettbewerber entschieden haben. Da sagte der Kunde: "Bei den anderen funktioniert zuerst genauso wenig, wie bei euch, aber bei euch weiß ich, dass ihr es am Ende irgendwie hinkriegt." Auf meine Frage ob sich der Kunde rechne, hat der Marketingmann nichts gesagt.

Ich schreibe das, weil ich zu "Kreativität" und "Mut" noch "Dienstleister-Gen" ergänzen wollen würde.
 
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Korg er-1 - ja , eigentlich toll, aber immer wieder verkauft , weil wäre noch viel toller gegangen, das gleich gilt für emx-1 und esx-1.
Es-1 klingt wie nee beschissene dose. du niemals kaufen!
kann ich so nicht bestätigen.
1) ER-1 ist richtig gut, von 808-909-artigen Kicks und allerlei Derivaten dazwischen ist extrem viel möglich, Filterung, Amp, Bass Boost .. ein wirklich geniales Gerät.
2) ES-1 ist auch toll. geht auch gut zum absampeln von Drums und Kicks und dann am Gerät noch etwas pimpen. das Ergebnis ist ein Klang den andere Gerät so dann auch nicht haben. man will ja nicht ewig das selbe haben.

grundsätzlich finde ich, dass es bei Drums/Kicks nicht immer unbedingt analog sein muss. geht auch digital sehr gut und kann mit Samplern richtig crunchy werden.
 
@ganje - Wir haben offensichtlich unterschiedliche Vorstellungen vom Begriff "analog". Natürlich haben Drummies wie einige der Elektrons auch analoge Signalpfade, aber wenn ich "analog" lese, denke ich an Instrumente wie den Drumbrute oder eben den Vermona DSR-1 oder die Tip-Top-808-Module, die eben tatsächlich nicht nur einen rein analogen Signalpfad haben, sondern auch voll analog über One-Knob-Per-Function bedient werden. Da wird es dann mit CC-Steuerung, P-Locks usw. eben schwierig - in solchen Fällen ist eben nur der Sequencer digital. Man kann das umgehen durch den Einsatz mehrerer analoger Klangerzeuger, die man mischt.

Mir wäre dementsprechend nicht so wichtig, dass man die Parameter der Drums digital steuern kann, die sollen schön analog einstellbar sein. Pads sind für mich auch komplett egal. Wünschenswert fände ich, dass man im Sequenzer 16 Steps aller Spuren gleichzeitig im Blick hat wie beim Perkons und beim Doepfer A-157-1/2/3.

Ich glaube nicht, dass jemals jemand eine voll beknopfte analoge Klangerzeugung mit übersichtlichem Sequencer und Pads in ein Gehäuse unterbringen wird, geschweige denn dann auch noch mit P-Locks usw.
 
@ganje - Wir haben offensichtlich unterschiedliche Vorstellungen vom Begriff "analog". Natürlich haben Drummies wie einige der Elektrons auch analoge Signalpfade, aber wenn ich "analog" lese, denke ich an Instrumente wie den Drumbrute oder eben den Vermona DSR-1 oder die Tip-Top-808-Module, die eben tatsächlich nicht nur einen rein analogen Signalpfad haben, sondern auch voll analog über One-Knob-Per-Function bedient werden. Da wird es dann mit CC-Steuerung, P-Locks usw. eben schwierig - in solchen Fällen ist eben nur der Sequencer digital. Man kann das umgehen durch den Einsatz mehrerer analoger Klangerzeuger, die man mischt.
Ist das nicht Haarspalterei? Entweder es ist eine analoge Klangerzeugung oder nicht. Ob man nun für jede Funktion einen Potentiometer oder Encoder hat, ist doch egal. Die Klangerzeugung wird dadurch nicht weniger oder mehr analog.
 
@ganje - Wir haben offensichtlich unterschiedliche Vorstellungen vom Begriff "analog". Natürlich haben Drummies wie einige der Elektrons auch analoge Signalpfade, aber wenn ich "analog" lese, denke ich an Instrumente wie den Drumbrute oder eben den Vermona DSR-1 oder die Tip-Top-808-Module, die eben tatsächlich nicht nur einen rein analogen Signalpfad haben, sondern auch voll analog über One-Knob-Per-Function bedient werden. Da wird es dann mit CC-Steuerung, P-Locks usw. eben schwierig - in solchen Fällen ist eben nur der Sequencer digital. Man kann das umgehen durch den Einsatz mehrerer analoger Klangerzeuger, die man mischt.

Mir wäre dementsprechend nicht so wichtig, dass man die Parameter der Drums digital steuern kann, die sollen schön analog einstellbar sein. Pads sind für mich auch komplett egal. Wünschenswert fände ich, dass man im Sequenzer 16 Steps aller Spuren gleichzeitig im Blick hat wie beim Perkons und beim Doepfer A-157-1/2/3.

Ich glaube nicht, dass jemals jemand eine voll beknopfte analoge Klangerzeugung mit übersichtlichem Sequencer und Pads in ein Gehäuse unterbringen wird, geschweige denn dann auch noch mit P-Locks usw.
Rein analog, da ist man wahrscheinlich im modularbereich am besten aufgehoben. Da kann man sich seine maschine auch ganz individuell zusammenstellen.
Ob es da viel interesse gibt, standalone?

Da muss schon speicher sein.
Ich bin ja auch ganz großer fan von der vermona drm. Das ist schon eine tolle eigenständige Kiste und jeder Kanal ist sehr flexibel und komplex im Vergleich mit 808/909.
Ein richtiger drumsynth.
Das mit Speicher und Sequencer, plocks und distortion oder kompressor fände ich persönlich traumhaft.

Aber insgesamt ist so ein drumsynth ein eingeschränkter Synthesizer. Auch wenn es keinen multi rechteckoszillator gibt oder so spielchen. Der analog four ist eigentlich eine hochflexible und wahnsinnig gute analoge drummachine, aber wird eher als synth wahrgenommen. Durch einschleifen, feedback, ringmod oder fm mit lfo ist soooo viel möglich. Das konzept ist eigentlich super, da der analog four einen fließenden übergang zwischen drums und naja normalem synth bietet. Etwas klein. So ein analog 8, wäre sicher n knaller.
Mir gibt es einen hohen mehrwert perc und drums selbst zu bauen.

Ich fände es auch sehr gut, wenn Hersteller öfters zusammenarbeiten würden.
Da kommt meist etwas tolles raus. Roger linn, oberheim, sequential. Roland und se.

Vermona liefert die schaltungen, elektron macht das system. Elektron wäre für viele ein guter partner. Sowas würde mich freuen.
 
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Wie das bei Elektron ist reicht mir vom Konzept her:
- Sound auswählen
- Parameterseite auswählen, was ich verändern möchte (wenn nicht schon eingestellt)
- drehen
Wenn ich was direkt im Zugriff haben will kann ich das auf entweder auf macros legen oder per MIDI CC auf feste Knobs legen.
Alle Parameter vom Rytm als Poti, das würde wenig Sinn machen, u.a. Weil die Machines/Sounds umschaltbar sind (sogar pro step) und sich dann die Belegung/Benennung ändern müsste. Da bräuchten einige Knobs dann ein Display.
Die Pads benutze ich kaum zum Sounds einklöppeln, ich programmier da mehr rein oder Klöppel nur einen einzelnen Sound rein, dafür sind die Pads gut genug bzw schonmal deutlich besser als nur die Buttons ohne Sensitivität. Die Pads zeigen auch schön an, was gerade passiert bei den vielen Sounds.

So wie das Konzept ist passt das für mich.
Wichtiger bzw. ausbaufähig sind für mich die Sounds, wie die Engine klingt, wie gut die Hüllkurven, LFOs, FX usw. für drums und meinen Geschmack passen und wie flexibel das ist. Sie könnten da auch einfachere eingeschränktere Engines/Machines mit anbieten, das würde mir jedoch nicht helfen. Der Grundsound von dem Analogteil ist nun mal nicht ganz so flexibel, weil analog mehr festgelegt ist. Da könnten sie noch einige digitale Algorithmen reinpacken, wie man sie von Erica Synths Perkons, LXR usw und von noise engineering her kennt, oder die Machines aus der Machinedrum oder auch Syntakt im Rytm.
So hab ich am Ende 10 verschiedene Maschinen, die jeweils nur eine kleine Soundpalette bieten und ich mülle mir die ganze Bude zu und muss die alle Syncen und Audio anschließen (am besten noch einzelouts?!) um flexibel eine breite Soundpalette im Zugriff zu haben.
Mit dem Rytm gibts ja dann den workaround samples mit diesen Sounds reinzuladen. Das ist jedoch dann mehr “ich wähle den passenden sound als Sample in einer Liste, den ich mir vorher schon rein geladen habe aus” als “ich drehe mir den Sound mit der passenden Engine, die ich vom Klang gut kenne, schnell mal mit paar Reglern hin”.

Ob der Sound analog, digital, mit Hilfen von Samples oder sonstwie erzeugt wird ist mir eigentlich egal, Hauptsache der Sound gefällt mir. Die digitalen Mutable, Noise Engineering und einige digitale Erica Voices klingen für mich schon auch sehr gut, auch für bestimmte Bassdrums mehr als brauchbar und flexibel nutzbar.
 
Ich hatte auch mal den MAM Drumsynth, der dem Vermona ähnlich ist. Da bin ich dann irgendwie immer bei ähnlichen Sounds gelandet, die BD war mir immer irgendwie nicht gut genug, hab da sogar noch paar Sachen gemodded, wodurch es für mich besser klang. Aber ich musste da dann eigentlich ständig dran rumdrehen, damit der Sound lebt, weil man das nicht alles modulieren kann mit dem Sequenzer. Das klang mir so zu eintönig. Ich hab mich dann irgendwie schnell dran satt gehört. Und dann der Sequenzer extra, der auch bedient werden will usw.
Die Vermona hab ich mal angetestet, kam mir vom Sound deutlich besser vor für meinen Geschmack. Ich hab davon bisher wegen dem MAM Erlebnis Abstand genommen.
Bei Elektron lebt der sound ja erst so richtig durch die Abwechslung durch Modulationen auf, probability beim Triggern von Steps (da reichen dann auch mal 16 Steps oder weniger aus mit vielen Conditions) und Parameter Locks auf Hüllkurven, Soundparameter, FX usw.
Sounds ohne Modulation ala 909 geht auch gut, gibt ja zum Beispiel 909 Samplesets. Ist aber irgendwie öde, das dabei zu belassen. Also wenigstens mit den Einzelausgängen was drauflegen. Dann wirds jedoch Komplex im Gesamtaufbau.

Beim Rytm kann man komplexe Soundveränderungen und Variation recht leicht aufzeichnen (live rec) und/oder rein programmieren und locken und gemeinsam abspeichern (naja, Kit pro pattern Speichern nicht vergessen…)
Im Modularsystem ist das dann nicht so durchgängig, dafür ist man frei in allen Dimensionen. Da muss man sich allerdings auch selbst darum kümmern das zu strukturieren und das Abspeichern ist schwieriger und zum Teil nicht möglich (wenn Parameter kein CV haben oder das CV nicht den kompletten Parameterbereich abdeckt).
 
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Aber ich musste da dann eigentlich ständig dran rumdrehen, damit der Sound lebt, weil man das nicht alles modulieren kann mit dem Sequenzer. Das klang mir so zu eintönig. Ich hab mich dann irgendwie schnell dran satt gehört.
Ja, genau das nervt mich auch an den meisten Drummachines und war der Grund weshalb ich die sonst tolle TR-8 (ohne S) verkaufte und mir nur noch Elektron holte.

Richtet man sich ne Sequenz ein und geht rüber zum Synth, muss man dort wieder aufhören und an den Reglern der Drums drehen, weil es langweilig wurde. Mit P-Locks kann man viel leichter einen Beat basteln der mit paar Mutes die ganze Session durchhalten kann.

Wenn man klassischen 4onFloor macht, reichen auch die einfachen Sequencer, aber sonst wird es schnell öde.
 
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Ist das nicht Haarspalterei? Entweder es ist eine analoge Klangerzeugung oder nicht. Ob man nun für jede Funktion einen Potentiometer oder Encoder hat, ist doch egal. Die Klangerzeugung wird dadurch nicht weniger oder mehr analog.
Nee, das ist nicht egal. Ich bin kein Techniker und kann es daher nicht so erklären, dass es verständlich wird. Bei rein analogem Aufbau ohne Preset-Speicher usw. befindet sich das Potentiometer unmittelbar in dem analogen Schaltkreis - es ist einfach ein stufenlos einstellbarer Widerstand. Bei den digital speicherbaren Geräten der einfacheren Art wird mit den Potentiometern oder Encodern nur ein digital gerasterter Wert eingestellt, der danach zur Einstellung des Parameters verwendet wird. Das ist im klanglichen Effekt ähnlich, aber nicht gleich.

Die Frage ist natürlich, warum es überhaupt analoge Klangerzeuger sein müssen. Gleich digital zu arbeiten geht ja auch.

Rein analog, da ist man wahrscheinlich im modularbereich am besten aufgehoben.
Sag ich ja.
 
Nee, das ist nicht egal. Ich bin kein Techniker und kann es daher nicht so erklären, dass es verständlich wird. Bei rein analogem Aufbau ohne Preset-Speicher usw. befindet sich das Potentiometer unmittelbar in dem analogen Schaltkreis - es ist einfach ein stufenlos einstellbarer Widerstand. Bei den digital speicherbaren Geräten der einfacheren Art wird mit den Potentiometern oder Encodern nur ein digital gerasterter Wert eingestellt, der danach zur Einstellung des Parameters verwendet wird. Das ist im klanglichen Effekt ähnlich, aber nicht gleich.
Also doch Haarspalterei..
 
Also doch Haarspalterei..
Nee, weil es der Grund ist, warum das keiner macht. Der von Dir festgestellte Mangel hat handfeste technische Gründe. Das ist es, was Du einfach nicht einsehen willst. Die Hersteller müssen ihre Instrumente auch verkaufen können. Und deswegen wird niemand die Quadratur des Kreises versuchen. Man muss also mit dem leben, was es gibt, und es für die eigenen Zwecke so zusammenstellen, dass man seine Ziele damit erreicht. Meine Lösung ist modular. Das funktioniert - für mich. Du hast Deine Lösung halt noch nicht gefunden.
 
Du bist echt schwer vom Begriff, wenn du dich auf irgendwas eingeschossen hast. Lass es mal gut sein.
 
Du bist echt schwer vom Begriff, wenn du dich auf irgendwas eingeschossen hast. Lass es mal gut sein.
Ja, klar. Ich bin derjenige, der die Zusammenhänge nicht versteht. Natürlich. Wenn Du nicht mehr weiter weißt, kommen persönliche Angriffe. Das kenne ich ja schon von Dir. Ich weiß eigentlich nicht, warum ich mit Dir überhaupt noch diskutiere.
 
Ja, klar. Ich bin derjenige, der die Zusammenhänge nicht versteht. Natürlich. Wenn Du nicht mehr weiter weißt, kommen persönliche Angriffe. Das kenne ich ja schon von Dir. Ich weiß eigentlich nicht, warum ich mit Dir überhaupt noch diskutiere.
Das beruht auf Gegenseitigkeit ;-)

Lassen wir es bei diesem Thema dabei, dass du Recht hast und ich dir nicht zustimme.
 
Geht auch beides parallel, Rytm mit Modular oder Analog 4 mit Modular (hat sogar ein paar CV Gate und per MIDI kann man ein MIDI CV/Gate Wandler dranhängen fürs modular). Ich hab im Modular jedoch eher einen anderen Sequenzer, bei dem CV mehr integriert ist wie z.B. den Nerdseq. Da gibts mittlerweile viele Optionen an Sequenzern, sehr viele. Auch einige, die gut Drums und trotzdem Modulation können. Also nicht nur trigger, sondern auch viele CV outs.
Drums mit modular wird jedoch schnell recht groß und teuer. Da macht es gegebenenfalls Sinn im Modular nur spezifische einzelne Sounds zu machen, sowas wie die BD, Pling Plong und FX sounds zum Beispiel. Den Rest dann mit sowas wie dem Rytm.
 
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