Korg multi/poly - neuer VA mit Wavetable und Voice-Card-Emulation

Also ich habe mir jetzt einige Videos angeschaut, und auch schon mal ein bisschen in der Anleitung gelesen.
Desweiteren habe ich fleißig gegoogelt, aber es gibt trotzdem ein paar Fragen, welche mir bisher nicht beantwortet werden konnten.

Es wäre prima, wenn ich hier auf ein paar Fragen eine verbindliche Antwort bekommen könnte. Diese wären nämlich folgende:
  • Besteht die Möglichkeit in einem angewählten Layer/Part irgendwie auf Hold zu drücken, die Noten in diesem Layer dann zu halten, auf einen anderen Layer umzuschalten, wieder andere Noten zu drücken und auf den nächsten näher zu schalten etc., so dass alle letztendlich zusammen erklingen?
  • Wie ist das jetzt mit dem Motion Sequenzer? Gibt es derer vier, d.h. für jeden Part einen oder arbeitet der Motion Sequenzer nur auf einem global Channel von steuert dann irgendwie alle darin versammelten Parts an?
  • Sollte es für jeden Part einen eigenständigen Motion Sequenzen geben, kann man die so synchronisieren, dass die halt dann einsetzen, wenn ich in einem Part eine Taste drücke? Dann halt eben erst, wenn der langsamste Motion Sequenzer wieder auf der eins ist. Ich hoffe ihr versteht was ich meine.
Ein zwanzig Jahre alter Virus TI kann das nämlich alles, und zwar sogar mit dem Arpeggiator, von dem ich weiß, dass das beim Multi Poly so nicht geht.
Insofern würde es mich wundern, wenn zumindestens die Hold-Funktion und separate Sequenzer (die der TI ja so nicht hat) bei dem Korg-Kistchen nicht auch gehen würde.
 
Besteht die Möglichkeit in einem angewählten Layer/Part irgendwie auf Hold zu drücken, die Noten in diesem Layer dann zu halten, auf einen anderen Layer umzuschalten, wieder andere Noten zu drücken und auf den nächsten näher zu schalten etc., so dass alle letztendlich zusammen erklingen?
Ich wusste nicht mal dass der Virus Ti das kann und auch nicht für was ich das brauche :dunno:
 
Also wenn ich das richtig verstanden habe kann das z.b. Der Lead A1 auch. Kannst du einen Layer nen Arp spielen lassen und mit dem andern ein Lead drüber spielen. Also z.B.
 
Hab leider meinen noch nicht geliefert bekommen - aber mich auch intensiv damit beschäftigt.
Besteht die Möglichkeit in einem angewählten Layer/Part irgendwie auf Hold zu drücken, die Noten in diesem Layer dann zu halten, auf einen anderen Layer umzuschalten, wieder andere Noten zu drücken und auf den nächsten näher zu schalten etc., so dass alle letztendlich zusammen erklingen?
Es gibt einen HOLD Knopf - funktioniert anders als Sustain
Performance Hold (HOLD)
Performance Hold to hold notes or chords, leaving your hands free for knobs and modulation.
This works differently from the Damper Pedal. When Performance Hold is On, notes or chords are held indefinitely until you play a new note or chord, at which point the previous notes are cut off and the new ones will sound. Performance Hold applies only to Layers on the Global MIDI Channel.
Wenn ich das richtig verstehe geht es so, wie du es nutzen willst weder über Hold noch über Sustain. Evtl. mit dem Motionsequencer.
Wie ist das jetzt mit dem Motion Sequenzer? Gibt es derer vier, d.h. für jeden Part einen oder arbeitet der Motion Sequenzer nur auf einem global Channel von steuert dann irgendwie alle darin versammelten Parts an?
Der Motionsequencer ist auf Layerebene.
  • Sollte es für jeden Part einen eigenständigen Motion Sequenzen geben, kann man die so synchronisieren, dass die halt dann einsetzen, wenn ich in einem Part eine Taste drücke? Dann halt eben erst, wenn der langsamste Motion Sequenzer wieder auf der eins ist. Ich hoffe ihr versteht was ich meine.
Der Motion Sequenzer ist echt komplex und kein üblicher Midi Sequencer.
Die Sequenzerlanes laufen auf Voice Ebene und werden über die Masterlane auf Layer ebene synchronisiert. Um die Layers zu verbinden, müssen die auf Performance Ebene dem Globale Channel verbunden sein.
Ist zwar für den Modwave, aber der Motionsequenzer ist der selbe.


Nochmal das ist das Ergebnis meiner Recherchen - hoffe das ich bald aus Erfahrung schreiben kann. ;-)
 
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Ja Danke. Das mit dem Hold-Button hatte ich mir nach dem Lesen der Anlaitung leider auch schon so gedacht. :sad:
 
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Ich dachte es dient der Leserlichkeit.
Ich weiß nicht gibt es ne andere Funktion wo Details aufgeklappt werden können.
Mir erschließt sich der tiefere Sinn dieser "Spoileritis", wie sie hier im Forum z.T exzessiv praktiziert wird, nicht. Von daher habe ich mir abgewöhnt, alles was hinter Spoilern versteckt wírd, zu lesen.

Entweder ich habe eine interessante oder wichtige Information, dann kommuniziere ich diese direkt lesbar, oder ich verzichte darauf. Mir ist aktuell auch kein anderes Form bekannt, welches diese Funktion überhaupt zur Verfügung stellt, geschweige denn, in dieser Intensität wir hier nutzt. Aber jedem das Seine.

Zurück zum Thema... :xenwink:
 
Update zu Verfügbarkeit. Lieferung meiner Bestellung(Modul) wurde vom 31.Jan jetzt auf 4-März verschoben mit der Aussage das es noch keinen zu gesicherten Liefertermin gibt.
Alles gut wollte nur Interessierten mitteilen: „Geduldet euch!“.
Ich selber geh das nochmals nach dem Sommer an.
 
Was heißt nochmal Voice Card Emulation? Das 3 von 60 Stimmen gleich nach dem auspacken a) verstimmt sind und es auch bleiben oder b) gar nicht erst funktionieren?
 
* Die ersten 3 Effekte (Insert, MOD und Delay) sind auf Layer Level,
Reverb wird auf Performance Ebene gesetzt (send Level kann per Layer gesteuert werden).

Bei den Effekten ist das so, dass man in der Regel nur 3-5 Parameter einstellen kann und dann lassen sich aus den Presets Einstellung abrufen, bei denen all die Parameter variieren die nur über den Editor zugänglich sind, zB. verschiedene EQ Kurven oder Waveshaper Tabellen.

IMG_7619.jpeg
 
Zuletzt bearbeitet:
@Karmaloge : Bei den Effekten habe ich oft den Eindruck, dass sie dem Kronos entstammen (bzw. noch älteren Geräten). Die Presets sind sicher neueren Datums. Wobei manches dort dann (meiner Meinung nach) doch noch wesentlich besser klingt. So geht mir das mit dem L/C/R-Delay - das ist mein Liebling-FX am K. Die Qualität und die Einstellmöglichkeiten empfinde ich an den neuen Geräten aber als ganz brauchbar. Macht es auch einfach wenn man das meiste schon von Modwave/ Wavestate her kennt.

Ob man dann (ich) allerdings den Multi/Poly zusätzlich zu Modwave braucht finde ich schwierig. Wenn es das PlugIn gibt und der Einführpreis 99.- Euro ist, könnte ich mir vorstellen....
 
Was heißt nochmal Voice Card Emulation? Das 3 von 60 Stimmen gleich nach dem auspacken a) verstimmt sind und es auch bleiben oder b) gar nicht erst funktionieren?
Schade das die Frage keiner erst genommen hat. Ich hab dann mal meinen neuen Kumpel DeepSeek R1 befragt und jetzt hab Ichs auch verstanden. ;-)

Die **Voice Card Emulation** des **Korg Multi/Poly Synthesizers** ist eine innovative Technologie, die die Eigenschaften analoger Synthesizer-Hardware in einem digitalen Modell nachahmt. Jede Stimme (Voice) im Multi/Poly verfügt über eine **virtuelle Voice Card**, die Oszillatoren, Filter, Hüllkurven (Envelopes), LFOs (Niederfrequenz-Oszillatoren) und Portamento-Schaltungen modelliert. Diese Komponenten simulieren die natürlichen Variationen analoger Hardware, wodurch jede Stimme einen leicht unterschiedlichen Charakter erhält und reichhaltige, natürliche Klangfarben entstehen.

### Wichtige Merkmale der Voice Card Emulation:
1. **Natürliche Variationen**: Jede virtuelle Voice Card modelliert die kleinen Unterschiede in analogen Bauteilen, wie z. B. Oszillatoren und Filtern. Dies führt zu subtilen Klangvariationen, die typisch für analoge Synthesizer sind.
2. **Kontinuierliche Klangentwicklung**: Selbst wenn eine Stimme nicht hörbar ist, bleiben Oszillatoren und LFOs aktiv. Hüllkurven entwickeln sich weiter, und neue Noten „fangen“ die Hüllkurve auf ihrem aktuellen Stand ab, anstatt von Null zu starten. Dies sorgt für eine natürliche Klangentwicklung, wie sie bei analogen Synthesizern üblich ist.
3. **Pitch Drift**: Die Tonhöhe der Oszillatoren kann im Laufe der Zeit leicht schwanken, was die kleinen Unstabilitäten analoger Hardware nachahmt und den Klang authentischer macht.
4. **Modellierte VCA-Response**: Die virtuellen Voice Cards simulieren auch das Verhalten von analogen VCAs (Voltage Controlled Amplifiers), die nicht linear auf Spannung reagieren. Dies beeinflusst den Charakter der Hüllkurven und verleiht dem Klang eine zusätzliche Dimension.
5. **Portamento-Modelle**: Der Multi/Poly bietet sechs verschiedene Portamento-Modelle, die unterschiedliche Ansätze analoger Synthesizer nachahmen und eine präzise Klanggestaltung ermöglichen.

### Fazit:
Die Voice Card Emulation des Korg Multi/Poly Synthesizers kombiniert die Klangwärme und Charakteristik analoger Synthesizer mit der Flexibilität und Präzision digitaler Technologie. Dies ermöglicht es Musikern und Sounddesignern, authentische analoge Klänge zu erzeugen, während sie gleichzeitig von modernen Funktionen wie MIDI 2.0-Unterstützung und umfangreichen Modulationsmöglichkeiten profitieren.
 
Weil sie miese Ohren haben.
FTFY.

Ist doch immer so, dass manche behaupten, dass der Synth fett wie Brötchen ist, und die anderen meinen er wäre dünn wie Papier.

Aber, Hand aufs Herz, wer nach den Sounddemos meint, der Sound wäre dünn, der sollte definitiv sein Hobby oder seine Profession überdenken. Der Sound ist definitiver eher auf der fetten Seite. Glücklicherweise. Ich finde KORG hat hier wirklich gute Arbeit geleistet. Frag mich bloß noch wann die Pluginversion kommt.
 
Warum schreiben unter den Demovideos dann einige Leute, das der M/P dünn klingen würde?
Ja, das ist immer relativ. Weil es früher immer so gewesen ist in der Regel. Viele Stimmen, viele Features=dünner Sound. Wenig Features, wenig Stimmen=fetterer Sound. War bei analogen auch so gewesen. Die einzelne Stimme des Polymoog klang nicht so fett wie die des monophonen Minimoogs. Und bei digitalen Synths hast du nicht so einen großen Headroom bezüglich Dynamik und Pegel wie bei analogen Systemen. Da hast du denn manchmal Clipping, oder du musst die Oszillatorenlautstärke zurückregeln, weil es dann im polyphonen Spiel, wenn man ein Akkord drückt zum Beispiel es unschön kratzt oder der Filter übersteuert weil er mit voll aufgedrehten 3 Oszillatoren überfordert ist. Da wird man dann sehen, wo der MultiPoly sich einordnet. Also, inwieweit machen 4 Oszillatoren pro Stimme dann wirklich Sinn, funktioniert die Unisono Funktion richtig oder hat man Phasenauslöschung, 4 Sounds layern ohne das es clippt? Wie effektiv und sinnvoll arbeiten die Effekte?
 


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