Re: Moog Sub 37 Tribute?
bjoerngiesler schrieb:
Als prospektiver Besitzer eines Sub37 würde mich mal interessieren... wofür braucht man bei dem Ding einen Editor?
Grundsätzlich könnte man sagen, der Sub37 lebt vom Hören-Schrauben-Spielen. Dafür braucht man wahrlich keinen Editor, zumal das Editieren am Gerät viel Spaß macht.
Leider hat Moog es immer noch nicht geschafft, die Parameterwerte aufs Display zu bringen. Wenn man also einen bestehenden Sound ändert, fischt man im Trüben. Gerade bei Modulationsparametern ist es hier und da schwierig diese nur nach Gehör wiederherzustellen. Ob z.B. der Mod-Source Schalter auf einer fixen Wellenform steht oder auf einer programmierbaren, läßt sich nicht kontrollieren und macht die gezielte Programmierung schwer.
Da wäre es schön, in einem Editor die Parameterwerte ablesen zu können.
(lieber wäre mir natürlich, sie würden die Werte, sowohl die im Preset Eingestellten, als auch die Aktuellen im Display darstellen).
Das Speichern von Sounds empfinde ich am Gerät als Qual, vor Allem einen neuen Namen zu vergeben. Auf den Vorschlag, wenigstens bei der Namensvergabe die Tastatur mit Buchstaben und Zahlen zu belegen, ist Moog nicht eingegangen.
Eine Libraryfunktion im Editor wäre extrem hilfreich. Mit den (umständlichen) Speicherschritten und der Unübersichtlichkeit macht es echt keinen Spaß, Sounds zu sortieren. So erinnert das Zusammenstellen einer Setlist und das Wiederfinden von Sounds an die 80'er Jahre und nicht an 2015. Ohne Zettel und Bleistift kommt man da nicht weit.
Der Sub37 ist für mich der beste Synth, den ich je besessen habe. "Hören-Schrauben-Spielen" ist einfach toll. Aber was den (versprochenen) Editor und das parameterlose Display angeht, finde ich das nicht nur peinlich für diese Firma (und den Preis), sondern mittlererweile echt ärgerlich.
VST-Anbindung des Editors interessiert mich allerdings nicht wirklich. Parameterschrauben kann ich auch so in 'ner DAW aufzeichnen.
LG
Bernd
P.S. Ach ja, auch der Sequenzer ließe sich mit einem Editor viel übersichtlicher füttern und editieren, gerade, wenn es über 16 Schritte hinausgeht.