Maschinen Eskapismus

Next mal an alle, die was. Deep respect, dass die Thesis so angenommen wurde.
Die Expectation war, dass sich die Crowd wesentlich schwerer mit Antworten tut, weil die Psyche zu hart geritzt wurde hätte sein können.
Aber nein, respektabel das alles.

Bevor ich in die weitere tiefenpsychologische Detailierung gehen kann erst einmal eine Frage an alle.

Wieso wurde die letzte Frage komplett fallen gelassen?
 
Weil der Trödler meine Musikinstrumente nicht kriegt. Mein Sohn weiß, dass er sie an Freunde oder Kids verschenken soll, wenn er sie nicht nutzt. Er fand das cool. Es wird also keinen Maschinenerlös geben, sondern Teilhabe.
 
Nachdem es im Spezialthread doch intensiv um das "Plunderthema" geht möchte ich hier doch noch mal
einen anderen Aspekt in den Vordergrund stellen, so tiefenpsychologisch mehr.
Was denkt ihr, warum ihr euch aus der Welt da draussen zurückzieht und eure Mitmenschen meidet,
wenn ihr in euren Ateliers, Kellern oder Kinderzimmern so vor euch herwurstelt.
Mögt ihr die Liebsten nicht oder fühlt ihr, dass ihr den Liebsten auf den Wecker geht und zieht euch daher zurück.
Alleinstehende sind entschuldigt.

Ich merke das ja selbst jeden Tag wenn ich gegen Mittag aufstehe und ins Atelier gehe und dann stundenlang in meinem
Loungesessel hänge und immer mal eine Sportzigarette rauche und so Gedanken oder auch nichts.
Abends kann ich in den letzten Jahren resümieren, es war überhaupt nichts dabei.
Dieser Aspekt ich nenne ihn Aspekt der Wirkungslosigkeit würde mich auch noch interessieren.
Fühlt ihr dann auch so eine tiefe innere Lehre?

Abends treffe ich dann manchmal Mom & Dad, sie fragen schon gar nicht mehr wie früher,
"und Noel, wie war dein Tag heute, hattest du einen wundervollen Tag?" Sie kennen die Antwort,
deshalb gehen sie mir auch eher aus dem Weg.
 
Was denkt ihr, warum ihr euch aus der Welt da draussen zurückzieht und eure Mitmenschen meidet,
wenn ihr in euren Ateliers, Kellern oder Kinderzimmern so vor euch herwurstelt.
Vielleicht sind die Mitmenschen ja nicht gar nicht so unglücklich, wenn man anders wo rumwurstelt.
Und mal abschalten und sein Ding durchziehen ist doch auch nicht verkehrt.
 
Ich finde den Eingangspost zu verallgemeinernd und stellenweise sehr respektlos gegenüber anderen Musikern - und vor allem gegenüber dem Verstorbenen.

Ich gehöre zwar noch nicht zu denen, die dort redundant als "betagte Senioren" bezeichnet werden, hatte aber bis vor ein paar Jahren ziemlich viele Instrumente und gedenke, das auch wieder zu erreichen, diesmal mit besserer Selektion. Wenn ich ein Musikinstrument gekauft habe, bin ich alles andere als unzufrieden, sondern freue mich darüber, meinem Ziel einen wichtigen Schritt nähergekommen zu sein.

Dieser Satz:
die wenigsten werden auf der Nature One oder wenigstens in der Elbfilharmonie vor Publikum aufgeführt.
zeigt, dass Du kein Verständnis für qualitativ hochwertige Musik hast. Techno über klassiche Musik zu stellen ist schon mehr als grenzwertig.

Ich bin sehr froh, dass meine Musik kein Kandidat für irgendwelche Techno-Events ist, ganz im Gegenteil verwende ich oft klassische Elemente in meiner Musik und komponiere auch ganze klassische Stücke. Aber auch EBM und Synthpop kommen bei mir nicht zu kurz. Ich will gar nicht, dass meine Musik irgendwo gespielt wird, außer bei mir zu Hause oder im Auto. Ich mache Musik ausschließlich für mich, um mehr Musik zu haben, die mir gefällt und weil es mir einfach Spaß macht. Das hat nichts mit Eskapismus zu tun, dafür habe ich Bücher und Computerspiele. Technik hat mich schon immer fasziniert, vom Taschenrechner meiner Eltern aus den Sechzigern (damals noch mit Glühfadenröhrchen in der Sieben-Segment-Anzeige) über C64 und Amiga, bis zu Synthesizern. Dazu kommt, dass ich schon mit drei Jahren sehr viel Zeit am Radio verbracht habe, weil Musik auf mich eine unglaubliche Anziehungkraft hatte - vielleicht sogar eine stärkere als heute. Folgerichtig entstand das Interesse an technischen Musikinstrumenten. Mir machen die Dinger einfach nur Spaß. Musik zu machen ist für mich ein interessanter Zeitvertreib.
 
Was denkt ihr, warum ihr euch aus der Welt da draussen zurückzieht und eure Mitmenschen meidet,
wenn ihr in euren Ateliers, Kellern oder Kinderzimmern so vor euch herwurstelt.
ich bin nicht sicher, wer hier gemeint ist - irgendwelche Nerds und Hikikomoris? Das klingt für mich alles ein wenig nach Strohmannargumentation.
Ich habe eine gewisse Synthsammlung und bin nicht besonders extrovertiert (in Clubs, auf Parties und Conventions wird man mich daher eher nicht finden), aber
- ich arbeite 40h die Woche (zusammen mit nicht wenigen Kollegen)
- bin verheiratet und koche abends gemeinsam mit meiner Frau
- besuche regelmäßig meine Familie und die Schwiegereltern
- treffe mich ab und zu mit Kollegen zum Motorradfahren oder Musizieren

Beschäftigung mit Synths findet meist nur an den Wochenenden statt. Meide ich deshalb meine Mitmenschen?
 
Was denkt ihr, warum ihr euch aus der Welt da draussen zurückzieht und eure Mitmenschen meidet,
Ich meide meine Mitmenschen nicht aber Dich würde ich auf jeden Fall meiden. Vielleicht hättest Du diese Frage besser anders formuliert (Meidet Ihr Eure Mitmenschen?), anstatt Deine Vorurteile als Fakten anzunehmen.

wenn ihr in euren Ateliers, Kellern oder Kinderzimmern so vor euch herwurstelt.
Du wurstelt vielleicht vor Dich her, ich hingegen weiß, was ich tue.

Mögt ihr die Liebsten nicht
Würde ich sie nicht mögen, wären es nicht meine Liebsten. Hingegen Du wirst mir mit fast jedem Satz unsympatischer.

fühlt ihr, dass ihr den Liebsten auf den Wecker geht
Es würde mich nicht wundern, wenn Du Deinen Liebsten auf den Wecker gingst.

Alleinstehende sind entschuldigt.
Dann gelten Deine Vorurteile definitiv auch mir gegenüber.

Ich merke das ja selbst jeden Tag wenn ich gegen Mittag aufstehe und ins Atelier gehe und dann stundenlang in meinem
Loungesessel hänge und immer mal eine Sportzigarette rauche und so Gedanken oder auch nichts.
Abends kann ich in den letzten Jahren resümieren, es war überhaupt nichts dabei.
Dieser Aspekt ich nenne ihn Aspekt der Wirkungslosigkeit würde mich auch noch interessieren.
Fühlt ihr dann auch so eine tiefe innere Lehre?

Abends treffe ich dann manchmal Mom & Dad, sie fragen schon gar nicht mehr wie früher,
"und Noel, wie war dein Tag heute, hattest du einen wundervollen Tag?" Sie kennen die Antwort,
deshalb gehen sie mir auch eher aus dem Weg.
Wenn man nichts mit seiner Zeit anzufangen weiß, sollte man das Hobby wechseln oder sich ein weiteres Hobby suchen um mehr Abwechslung zu haben. Was man definitiv nicht tun sollte, ist von sich auf Andere zu schließen.
 
Nachdem es im Spezialthread doch intensiv um das "Plunderthema" geht möchte ich hier doch noch mal
... offenbar eine öffentliche Küchenpsychogruppentherapie aufmachen?

Eine Kolonne Leute lacht etwas mitleidig und geht ihrer Wege. Ich schließe mich ihnen an.
So ein Thema gehört nicht öffentlich diskutiert. Meine Meinung.
 
Für mich klingt es so, als würde @NW Moelders (manchmal?) (aktuell?) (ein bisschen?) (mehr oder weniger?) darunter leiden, dass ihm sein musikalischer Output und die Zeit beim Musikmachen weniger Freude gibt, als die Zeit, die er mit seinen Liebsten verbringt – und auch diese Zeit scheint sich für ihn (selten, aber dennoch?) (zu oft?) irgendwie nicht richtig anzufühlen.

Diese Leere, die er beschreibt, kenne ich als Depression. Die abgeschwächte Langzeitversion davon nennt sich Dysthymie – da denkt man jahr(zehnt)elang, man sei einfach nur ein Melancholiker, der nicht gut schläft. Und die permanente Getriebenheit sei eine kreative Quelle, um der inneren Unruhe, die in der Leere herrscht, einen Ausdruck zu verleihen. Und die große "Anstrengung beim Funktionieren im Alltag" (= Unfähigkeit), sei genauso eine Charaktereigenschaft, wie mangelhafte Gelassenheit und schmalbrüstige Resilenz bei Stress. Aber es kann auch ein hormonelles Ungleichgewicht sein, das dadurch entsteht, dass der Mensch, den man leben will (Konzeptmensch) und der Mensch, der man eigentlich ist ("ich" eben!) so stark differenzieren, dass nichts, was man tut, das Belohnungssystem so auslöst, dass man sein Dasein als schön, gut und "wertig" erlebt. Man spürt den inneren Frieden nicht. Man wirft sein Belohnungssystem an, aber es wird nicht erlebt. Was man tut, resoniert nicht in einem und wenn, dann nicht positiv, ja, nicht mal neutral. Nie. Fast nie. Zu wenig eben. Und zu oft, fast immer: Leere, Unruhe, Stress. Keine Harmonie. Keine Erfüllung. Eskapaden werden zur Ablenkung – man kompensiert damit den Mangel am "bei sich" sein. Wer nicht "bei sich" ist, kann auch nur schwer "bei den Lieben" sein.

Der besagte "Geräte-Eskapismus im Musikkeller" ist dann ein Refugium, um aus dem (engl.) "depressed" ein "Deep rest" zu machen: Die Geräte erzeugen eine Ablenkung vom Seinszustand des Falsch-Seins – ein Verharren, das Ruhe vorgaukelt. Darum der Loungesessel, die Prokrastination, die Antriebsmüdigkeit, nicht mal Oma und Opa verstehen einen (mehr).

Ob NW Moelders das meint, weiß nur er selbst. Vielleicht ist es auch einfach nur eine Wohlstands-Neurose, sich mit Geräten wegzubeamen und dabei unzufrieden zu sein. Aber auch da, kann ich mir vorstellen, dürften die Übergänge zu einer Depression fließend sein. Ich poste das einfach, weil ich aus Erfahrung weiß, dass man bei dieser Art der Hormonstörung irgendwann anfängt Rufe auszusenden (entsprechende Fragen zu stellen), bevor es Hilferufe werden.

Dieser Beitrag ist übrigens durch und durch menschenfreundlich motiviert, garantiert rhetorikfrei und natürlich gehe ich dabei von mir selber aus und schließe - möglicherweise fälschlich – auf andere. Man möge es mir nachsehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn das nur ansatzweise zutrifft, wäre so der erste Tipp: internet- und pc-spiele-konsum auf null reduzieren.

Erst kommt die Langeweile, nichts mit sich anfangen zu können, dann folgt die Euphorie und auch Energie Projekte anzufangen
und sich um seinen Scheiss zu kümmern.

3/4 Jahr ohne Internet haben mich dazu gebracht mehr zu lesen und mehr Musik zu machen, als ich den 20 jahren
zusammen davor. Das war schon erhellend, aber in best. Situationen auch nervig, wenn man mal Bankkram machen wollte
oder einfach nur ne Pizza bestellen

Seither habe ich zumindest Smartphone kram stark eingeschränkt und beteilige mich so gut wie gar nicht mehr an
Konversationen in den asozialen Medien - Hin und wieder mal Whatsapp, vlt 1-2 mal die Woche, das war´s.

Das Forengeschreibe möchte ich mir nicht nehmen lassen. Das ist Hobby, ich habe da sonst nicht so viele
"musikalische Ventile".

Tut gut!
 
Dieser Beitrag ist übrigens durch und durch menschenfreundlich motiviert, garantiert rhetorikfrei und natürlich gehe ich dabei von mir selber aus und schließe - möglicherweise fälschlich – auf andere. Man möge es mir nachsehen.

schon allein für diesen Befund gebe ich ein "wunderbar"
Wobei ich auch die Aversion der anderen Homeboys verstehen kann im Ansatz auf geringstem Level.
 
schon allein für diesen Befund gebe ich ein "wunderbar"
Nicht dafür, bitte!

17% der Deutschen hatten 2022 eine Depression (Prävalenz). Das ist "Volkskrankheit Nummer 1" und entspricht fast 600 Personen hier im Forum. Wenn da auch nur eine(r) dabei ist, der dauerhaft Eskapismus betreiben muss, weil er an sich selber leidet und durch mein Posting angeregt wird, das mal auf Depression checken zu lassen: das wäre wunderbar. Vor allem Männer. Was gar nicht wunderbar ist: Dass ich leider davon ausgehen muss, dass mein Beitrag oben als Wichtigtuerei, Besserwisserei, Gutmenschtum, Geheule, Egozentrik, Offtopic oder weiss der Deibel wasauchimmer von wemauchimmer beurteilt wird – darum habe ich den "Befund" angehängt. Es ist mein blutiger Ernst: Eskapismus ist supergeil, wenn man es aus Lust betreibt, nicht als Muss.
 
Versuche das mal aus meiner Sicht zu beschreiben.

Musik hat mich schon immer berührt und infiziert.
Das erstmal in einem Studio war Gänsehaut PUR.
War aber damals weit weg davon sowas selber machen/ besitzen zu können.
In den 80zigern fing ich an,wie die meisten hier warscheinlich, mit Atari und Tonband erste Songs zu machen.

Und ich bin immer noch neugierig auf neue Sachen Musik/Equipment und ja es macht mich Glücklich.

Und jedesmal wenn nach einem Auftritt Leute kommen und begeistert sind dann ist das doch was schönes.

Ich verbringe aber auch genauso gerne Zeit mit anderen Menschen außerhalb meiner Synth-Nerd Blase.

Groovige Grüße
 
@NW Moelders Ja, lass mal auf Depression checken. Warte ein halbes Jahr auf ein Erstgesprächstermin. Ob man derweil die innerlichen Absonderlichkeiten in einem Forum für Musiker und Gearhoarder erörtern lassen muss, na ja, jedem Tierchen nen Spruch aus der Kaiserzeit.
 
Ich bin der festen Überzeugung, dass man, vorrausgesetzt es ist kein medizinisches Problem wie Krebs, Organstörungen o.ä.,
sich Depressionen durch Reflektion des eigenen IST-Zustanden und der daraus folgenden Konsequenzen, sei es Gewohnheiten,
Ernährung, innere Einstellung, Reduktion äußerer Stressfaktoren (und selbst hier spielt die innere Einstellung dazu eine Rolle),
in den meisten Fällen selbst und ohne ext. Hilfe beheben lassen.

Ich kenne einige, die aktuell eine Depression haben und das zwar ansprechen, aber nicht aktiv von sich aus an der Problematik arbeiten,
nicht reflektieren. Erster Schritt wäre für mich Ernährung! hinterfragen und ausdauerfördernde Outdoor-Aktivitäten,
Vitamin- und Mineralstoffmängel ausschließen, probehalber selbst supplementieren - Blut ist eben nicht immer Aussagekräftig,
sondern sehr träge, wenns um Mängel geht. Anschließend systematisch nach und nach Möglichkeiten abarbeiten.

Der größte Fehler ist m.E. sich direkt mit SSRI zuzuballern oder davon auszugehen, dass es immer ein psychisches mimimi-Problem sei,
jaja, die Mudder ist an allem Schuld, dabei stopfen wir uns genug Zeug rein, das die normalen Körperfunktionen einschränkt,
von Ernährung bis Youtube ist da alles drin und es kann auch jedes andere Organ betreffen, auch ohne, dass wir es merken (wollen).
 
Das sagt ChatGPT auf die Anfrage "Selbstherapie Depression, Studienlage"

"Die Selbsttherapie bei Depressionen ist ein wichtiges Thema – vor allem bei leichten bis mittelschweren Formen. Es gibt eine Vielzahl evidenzbasierter Ansätze, die wirksam sein können. Hier ist ein strukturierter Überblick mit Studienlage:



1. Bewegung / Sport
• Wirkung: Körperliche Aktivität steigert die Produktion von BDNF, Serotonin, Dopamin – wirkt antidepressiv.
• Studien:
• Cochrane Review (2023): Moderate bis starke Wirkung von Ausdauertraining bei leichter bis mittelschwerer Depression.
• Blumenthal et al. (1999, 2007): Bewegung ist vergleichbar wirksam wie Antidepressiva – mit besseren Rückfallraten.
• Empfehlung: 3–5x pro Woche, 30–60 Min. moderat-intensiv (z. B. Walking, Rad, Rudern).



2. Tagesstruktur & Routinen
• Wirkung: Stabilisierung des zirkadianen Rhythmus, weniger Grübeln, Gefühl von Kontrolle.
• Studien:
• Chronotherapie zeigt, dass geregelter Schlaf, Licht und Aktivitätszeiten Stimmungsstabilisierend wirken.
• Empfehlung: Feste Aufstehzeit, feste Mahlzeiten, aktive Tagesplanung.



3. Lichttherapie (v. a. im Winter)
• Wirkung: Unterdrückt Melatonin, fördert circadiane Stabilität, steigert Serotonin.
• Studien:
• Meta-Analyse Lam et al. (2005): Lichttherapie bei saisonaler Depression gleichwertig zu Medikamenten.
• Empfehlung: 10.000 Lux Tageslichtlampe, 20–30 Min. morgens.



4. Ernährung
• Wirkung: Mikronährstoffe, Omega-3, Aminosäuren = wichtige Cofaktoren der Neurotransmitterproduktion.
• Studien:
• SMILES-Studie (Jacka et al., 2017): Mediterrane Ernährung signifikant antidepressiv gegenüber Kontrollgruppe.
• Empfehlung: Fokus auf Omega-3 (Fisch/Algenöl), Vitamin D, B-Vitamine, Magnesium, Tryptophan.



5. Achtsamkeit & Meditation
• Wirkung: Reduktion von Rumination, emotionale Regulation, Aktivierung präfrontaler Areale.
• Studien:
• MBCT (Mindfulness-Based Cognitive Therapy) zeigt Rückfallprävention bei Depression vergleichbar mit Antidepressiva (Kuyken et al., 2015).
• Empfehlung: 10–30 Min. täglich, z. B. über Apps wie „Waking Up“, „Headspace“, „7Mind“.



6. Selbsthilfe mit kognitiver Verhaltenstherapie (KVT)
• Wirkung: Automatische negative Gedanken identifizieren und durch realistischere ersetzen.
• Studien:
• Meta-Analyse (Andrews et al., 2018): Online- oder Buch-KVT kann bei leichten Depressionen wirksam sein.
• Empfehlung:
• Bücher wie „Der Glücksdiät“ (Ilardi), „Mind over Mood“ oder digitale Tools wie „Moodgym“, „HelloBetter“.



7. Soziale Kontakte & Isolation überwinden
• Wirkung: Oxytocin, emotionale Stabilisierung, verbesserte Selbstwahrnehmung.
• Studien:
• Soziale Unterstützung gilt als Schlüsselfaktor in der Resilienzforschung.
• Empfehlung: 1–2 echte soziale Kontakte pro Woche (auch Spaziergänge, Austausch oder Telefonate).



8. Substanzen & Mikronährstoffe
• Evidenz:
• Omega-3-Fettsäuren (EPA > DHA) → besonders wirksam.
• Vitamin D → Mangel korreliert stark mit Depression.
• S-Adenosylmethionin (SAMe), Magnesium, B12, Tryptophan, NAC → teils gute Evidenz in Meta-Analysen.



Fazit (Studienbasiert):
• Wirksamste Selbsttherapie-Elemente:
1. Sport
2. Struktur & Schlafregulation
3. Mediterrane Ernährung & Omega-3
4. Lichttherapie (im Winter)
5. KVT-Tools und Achtsamkeit
"

Das sind genug Stellschrauben, die die meisten Fälle ohne Midis oder "Therapie" beheben können.

Wenn danach immer noch alles doof ist, kann man immer noch weiterschauen.
 
Ich bin der festen Überzeugung, dass man, vorrausgesetzt es ist kein medizinisches Problem wie Krebs, Organstörungen o.ä.,
sich Depressionen durch Reflektion des eigenen IST-Zustanden und der daraus folgenden Konsequenzen, sei es Gewohnheiten,
Ernährung, innere Einstellung, Reduktion äußerer Stressfaktoren (und selbst hier spielt die innere Einstellung dazu eine Rolle),
in den meisten Fällen selbst und ohne ext. Hilfe beheben lassen.
Ich bin der festen Überzeugung, dass der erste Schritt der Optimierung der eigenen Unzufriedenheit ist, in medizinischen Belangen, zu denen auch die psychische Seite gehört, das Internet zu konsultieren. Das schließt Foren, KI¹-Bots mit ein.
 
Bewegung / Sport
Tagesstruktur & Routinen
Achtsamkeit & Meditation
Soziale Kontakte
schaff das erst mal, wenn du so richtig depressiv bist. 🤷‍♂️ Die Leute sind teilweise froh, wenn sie morgens überhaupt hochkommen.

Auch sollte man zwischen einer depressiven Verstimmung und einer richtigen Depression unterscheiden (die Übergänge sind natürlich fließend).
Das soll nicht heißen, dass die genannten Methoden keinen Effekt haben oder sinnlos sind - aber ebensowenig bedeutet es, dass Psychotherapie und ggf. Medikation unsinnig sind. Das ist wie bei Rückenschmerzen: Klar hilft manchmal eine andere Haltung und mehr Bewegung, aber manchmal braucht es eben doch die Spritze oder eine OP.
 
Ich finde den Ansatz von Der Fab sehr gut und kann den auch gut nachvollziehen. Das setzt aber voraus, dass man noch in der Lage ist sich selbst zu erkennen und noch nicht vollständig in das Tal der Depression abgedriftet ist.
Und man braucht Zeit, Zeit für sich selbst, Zeit für all die Aktivitäten.
 
Ich bin der festen Überzeugung, dass der erste Schritt der Optimierung der eigenen Unzufriedenheit ist, in medizinischen Belangen, zu denen auch die psychische Seite gehört, das Internet zu konsultieren. Das schließt Foren, KI¹-Bots mit ein.

Moment. Meine These war vor KI-Bot.

Die Befragung diente nur der Bestätigung, für Leute wie Dich.

Deine feste Überzeugung ist relativ zum Vorwissen und den kognitiven Fähigkeiten des Nutzers.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kunst ist immer Eskapismus, at least to a certain extent.


In der Frage - zumindest im Hinblick darauf, wie so von manchen Lesern verstanden werden wird - scheint mir mitzuschwingen, dass innere Arbeit etwas Negatives wäre?

Das würde ich dann nicht so sehen.

Kunst kann prima Erwerbsarbeit, Familiengedöns oder den allgegenwärtigen Konsumwahn ersetzen, sofern jemand dafür Ersatz benötigt.

Das ist unter Umständen sogar die sehr viel sinnvollere Lebensplanung.

Schwierig wird es aber , wenn jemand nur noch Kunst macht. Und damit vor gesellschaftlichern Realitäten oder vor sich selbst davonläuft. Kapitalismus, Ungerechtigkeit, Kriegsgefahr, die Not Deines Nachbarn oder Deine eigenen psychischen Probleme bekämpft man nämlich nicht, indem man diese Dinge ignoriert und stattdessen mit Farben, Formen und Klängen herumspielt, sondern realen Problemen muss man mit realen Lösungen begegnen.

Kunst als Theraphie funktioniert nicht. Die Kunst ist nicht die Theraphie, sondern sie ist der Schmerz.

Idealerweise ist die Kunst eher so eine Art Kontrastprogramm zum realen Leben, an dem man aber auch teilnimmt.

Sofern man die Kunst hauptsächlich dafür verwendet, muss man damit aufpassen, aus dieser Kunst gleichzeitig ein Geschäftsmodell machen zu wollen. Dann hat man sie nämlich zurück ins reale Leben geholt und das beschädigt ihre Funktion als Ausgleich zu ebendiesem erheblich.
 


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