Du bist kein Handwerker, oder?
Ich bin (auch) Zimmermann.
Man kann Dialog auf sehr verschiedene Weise verstehen und Dialog nicht auf ein Gespräch reduzieren (und das meine ich nicht in einem esoterischen Sinne).
Du kannst ein Werkzeug quasi als "tote Arbeit" verstehen, als etwas, was andere Generationen/Leute vor Dir hervorgebracht haben.
Du musst es benutzen lernen, quasi "lebendige" Arbeit wieder reinstecken, um es benutzen zu können. Diesen Prozess meine ich. Den könnte man auch als "Dialog" verstehen.
Und, klar, im besten Falle lernst Du in der Lehre den Hammer zu benutzen. Wäre prima. Aber die Selbstverständlichkeit, den Hammer zu benutzen, um z. B. Nägel gerade ins Holz zu kloppen ist ein sinnlicher Lernprozess, Du lernst mit Deinen Sinnen, den Hammer zu nutzen, damit die Nägel gerade reinkommen. In meiner Lehre war das nervig, weil der Meister von mir genau das wollte.
Manchmal war mir als Stift unklar, warum. Heut kann ich den Hammer nicht nur nutzen, um Nägel gerade reinzukloppen, sondern kann den Hammer als umfassendes Werkzeug "blind" benutzen.
Beste Grüße
Argument