Jörg schrieb:
Hier wird ja scharf geschossen!
Hoffentlich bekommt kpr keinen Queschläger ab nur weil er mir Rückendeckung gibt.
Danke für den Support kpr.
@MaEasy
Also mit Musik "herumspielen" , das mache ich schon über zehn Jahre.
Immer wieder mit Unterbrechungen.
Mal waren es technische Angelegenheiten...
Um die Möglichkeiten , die man heute auf dem Computer hat , zu realisieren , hätte man vor zehn Jahren noch einen ganzen Fuhrpark an Hardware gebraucht.
Manchmal muss man sich wirklich vor Augen halten wie genial das alles ist , was man heute mit DAW und VST(i) machen kann.
Die physische Begreifbarkeit bleibt dabei auf der Strecke , aber das ist mehr ein Prozess des Umdenkens.
Ausser natürlich man gehört zu den "Hardcore" Elektro Musikern die ihre Schrankwände und Kabel lieben.
Und dann gibt es wieder andere , die besser dran sind mit einer Groovebox von Korg...usw.
Bei mir hat schon immer der Wunsch existiert ein Stück komplett selber aufnehmen zu können , lange bevor es so etwas wie DAW`s gab.
Aus heutiger Sicht würde ich es PreDemo nennen.
Musiker und Musik habe ich die meiste Zeit meines Lebens um mich gehabt.
Angefangen in der Schule wo ich meine Abneigung gegen den klassischen "Bandgedanken" entwickelt habe.
Ich habe Freunde von mir bei "Proben" erlebt...
Von zwei Stunden haben die sich teilweise 90 Minuten lang gestritten und debatiert. Ich dachte ich spinne.
Ich dachte mir immer "in das Vietnam bekommt mich keiner rein".
Live gespielt habe ich erst ein paar mal , in einem Amerikanischen Club , bei einer Art "Open Mic Night".
Einmal mit vollem Erfolg , mit einem Stück.Unbeschreibliches Feeling , die Power die man aus so einem Feedback bekommt...., das ist etwas wodurch man wirklich besser werden kann.
Wenn man vor Amerikanern auf einer Bühne steht , scheinen die die Meinung zu haben "you better have a good reason to be up there".
Und wenn man nichts bringt , dann wird man im besten Fall komplett ignoriert.
Das macht so einen Erfolg zum richtigen Kick.
Es ist schon länger her da habe ich für einen Amerikanischen Rapper 3 Demo Songs in einem Studio produziert.
Die Vorbereitung war , das wir wochenlang mit seiner Posse herumhingen , und 6 Packs Bier um die Ecke gebracht haben.
"Yeah , we gonna do this sh-t , man".
Und irgendwann hat er dann gesagt , ok wir gehen jetzt ins Studio.
Für die Art der "Vorbereitung" war das Ergebnis ganz passabel , war aber am Ende nicht DER Kracher.
Mit ein paar Veränderungen und den Möglichkeiten von heute würde das schon ganz anders aussehen.
Auch wenn es am Ende nichts gebracht hat war das eine der besten Zeiten die ich mit Musik hatte.
Dann habe ich noch mit verschiedenen Leuten zu tun gehabt , die Musik gemacht haben , oder machen wollten.
Oft waren die planlos oder ziellos , hatten Projekte die im Sand verlaufen sind , oder die sind in irgendwelchen Coverbands verschwunden , die nach
Feierabend für Drinks und Trinkgeld gespielt haben.
Wenn man irgendein Ziel hat mit Musik , dann muss man den ganzen Weg von A-Z selber planen.
Dann kann man versuchen Leute zu überzeugen , um sie mit auf den Weg zu nehmen.
Lösungen von Aussen ? Darauf würde ich nicht hoffen.
Die Wahrscheinlichkeit ist dann hoch , das einfach zwei Leute ohne Plan herumhocken.
Normalerweise programmiere ich die Drums selber ( Ausnahmen bestätigen die Regel ).
Zu den meisten Drumloops finde ich einfach keinen Zugang.
Mal gefällt mir ein Teil , aber dann wird irgendwo wild herumgewirbelt , 100% Erkennungswert , einmal benutzt schon verbraten.
Aber Ableton Live soll ja bald REX Support haben.
Dann kann man überflüssigen Ballast ganz einfach los werden.
Was mir gefällt ist eigene Beats mit Loops zu ergänzen.
Wenn ich einen Drumbeat ( noch ) durchrattern lasse , dann ist das weil ich nur veränderungen behalte die mich wirklich überzeugen.
Im Moment ist jeder Track wie eine Brücke zum nächsten.
Um an die richtig guten Sachen zu kommen muss man erst einmal eine ganze Menge Zeug wegspielen.
Was in meinem Track so Kraftwerkmäßig herumzappt kommt von der "Robots and Computers" Sample CD.
Mit Samples und Loops habe ich kein Problem.
Musik neu zu erfinden , das überlasse ich 20 Jährigen.
Extravagant oder avantgardistisch werde ich auch nie klingen , dafür ist mein eigener Geschmack zu Pop orientiert.
Was ich machen will sind einfach lots and lots of gute Stücke.
Der aktuelle Markt ?
Deutsches Radio höre ich gar nicht mehr. Deshalb sind mir Deutsche Charts kaum ein Begriff.
Manchmal höre ich bei der "Essential Selection" von Pete Tong rein , oder bei Radio FG.
Die Amerikanischen Top40 klingen zur Zeit , als würden sie jede Woche vom Honda Akkord Fanclub festgelegt.
Irgendwo im Hinterkopf habe ich eine Idee neue Beats mit Stil Elementen zu verbinden wie sie D-Train oder die Zapp Band mal hatten.
Wer benutzt z.B. heute noch den Pitch Bender ?
Wenn es sich ergibt...
Wenn ich mein Keyboard in die Hand nehme weiss ich vorher nie was dabei heraus kommt.
Connections, Austausch ?
Ich kenne jemanden der sein eigenes Projekt Studio hat , mit ProTools und allem.
Nach meinen Erfahrungen glaube ich an musikalischen "Austausch" nicht mehr.
Wenn man ca.90% seines Werkes in der Tasche hat , dann kann man sich für den letzten Feinschliff austauschen.
Dann ist auch die Motivation da weil das Ziel schon so nahe liegt.
Mit Fetzen und Skizzen herumzulaufen , "sag mir , was meinst du" , ehe man sich versieht hat man tausend Meinungen.
Oder noch schlimmer , Freunde fragen die noch nie Musik gemacht haben.
Auf einmal ist jeder ein "Experte" , "da müsste jetzt......eine G1tarre kommen".
Nah , sein eigenes Ding durchziehen , dann kann man auch alle Resultate

für sich selber beanspruchen.
Wenn ich bei dem Freund mit dem Studio Vocals für einen fertigen Song aufnehmen könnte , vielleicht sogar ein besseres PreDemo bekommen , das wäre schon optimal.
Neo schrieb:
So richtig verstehe ich die ganze Aufregung hier nicht
Mitlerweile amüsiert es mich schon.
Als ob das Heise Forum ein Synthesizer Rubrik aufgemacht hätte.
Wirklich deprimierend wäre es gewesen wenn nur ein oder zwei was geantwortet hätten. Wie...
"Naja , geht so....."
und
"Bei 01.57 müsste eine G1tarre kommen , ja..."