Suche Monitore für Studio und das alltägliche Musikhören

Liebe Runde,

welche aktiven Studiomonitore eigene sich als Abhöre fürs (Heim)Studio und als Boxen zum Hören von Platten usw. gleichermaßen gut?
Bei den Massen an Monitoren und deren Ausdifferenzierungen habe ich da echt den Überblick verloren.
Spontan dachte ich an die HEDD 05 MK II oder auch die JBL 4305P.
Nachdem ich ein paar Tests gelesen habe, bleibt bei mir aber nur Unentschlossenheit zurück.
Deswegen meine Frage an euch, was habt ihr für Erfahrungen und welche Monitore nutzt ihr für beide Zwecke?

Beste Grüße

Argument
 
Ich habe einfach nur "ganz gute" Speaker von Teufel, eigentlich Home Stereo.
Subjektive Meinung: Wir sind hier im Hobbybereich, da muss niemand weiß Gott wie viel Geld ausgeben für Zeug welches seine Daseinsberechtigung in einem professionellen Tonstudio hat.
 
Hm, sowohl im Musikmach- als auch im Musikhörbereich gibt es sehr unterschiedliche Ansprüche. Wie sind denn deine gelagert, Argument?
Die angegebenen Hedd und JBL kenne ich nicht.

Ich persönlich nutze meine ehemaligen (allerdings passiven) Studiomonitore (Tannoy PBM 6.5 heißen die wohl) seit Jahren im Wohnzimmer zum Musikhören, vorher im Studio mit einem Roland SA-irgendwas 9,5"-Amp, jetzt mit einem 90er-Jahre-NAD-Hifi-Verstärker.
Ich glaube, die Tannoys gab es technisch baugleich in Studio- und Hifi-Ausführungen, scheinen also wohl für beides auch gedacht gewesen zu sein.
Nach den Tannoys hatte ich ein Paar KRK ST6 im Studio am Sony-Amp, mit denen konnte man auch hervorragend Musik hören.

Aktiv: Ich könnte mir vorstellen, dass (um einen "gehobenen Mittelwert" zu nennen) man mit einem Paar Neumann KH120 in beiden Bereichen glücklich werden kann.
Sehr gut klingende, kleine Lautsprecher; nicht billig, aber auch keine High-End-Preise.
Im unteren Bereich empfehle ich immer wieder gern die M-audio BX5 D3.
Gebraucht 150 Euro das Paar, und sie klingen weit oberhalb von schlecht (und sind dicke laut genug für einen kleinen Gig im Galerie-/Vernissagen-Bereich - ist getestet!).
Ich hab sie beide im Studio und schätze sie sehr, habe allerdings keine ausgeprägten Goldöhrchen.

Schöne Grüße
Bert
 
Subjektive Meinung: Wir sind hier im Hobbybereich, da muss niemand weiß Gott wie viel Geld ausgeben für Zeug welches seine Daseinsberechtigung in einem professionellen Tonstudio hat.
Ja, das stimmt schon. Ich habe im Augenblick ein super alte Tannoys (Reveal), bei denen jetzt aber die Hochtöner bröselig werden. Jahrelang waren die gut.
Aber kürzlich hatte ich ein kleines Modularcase bei Freunden dabei und dort standen 10 Jahre alte Genelec Monitore der gehobenen Preisklasse.
Das Krasse war, fand ich, dass ich dort Sachen von meinem Synth gehört habe, die auf meinen alten Monitoren nie zur hören waren. Beim Plattenhören ist das ähnlich...
Deswegen suche ich jetzt mal ernsthaft nach Neuen...
 
Komisch, die Reveal mochte ich damals überhaupt nicht - und wenn sie nicht mal so lange halten wie die Vorgänger PBM 6.5, hat mich mein damaliges Bauchgefühl wohl nicht getäuscht.
Genelec hatte ich noch nie - aber wenn die Lautsprecher, die du gehört und gemocht hast, 10 Jahre alt waren, dann gibt es sie vielleicht für vertretbares Geld gebraucht.
Viel Spaß beim Suchen und Finden!

Schöne Grüße
Bert
 
Hm, sowohl im Musikmach- als auch im Musikhörbereich gibt es sehr unterschiedliche Ansprüche. Wie sind denn deine gelagert, Argument?
Wenn ich das wüsste...
Vor Jahren habe ich mal ein paar Geithain im Laden gehört und war begeistert, aber zu teuer...
Kürzlich halt ein paar Genelec 1032. Toller Sound. Gibst aber nicht mehr als diese eckige Version und auch teuer...
Meine Tannoy sind/waren ok, gehen jetzt aber kaputt.
Irgendwas zwischen diesen Exemplaren könnte es vielleicht etwas geben, dachte ich...
 
Gerade mal recherchiert: Die PBM 6.5 ist von 1994, und meine sind noch tiptop!
Kriegt man für 100 Euro das Paar auf Kleinanzeigen.de, und vernünftige Hifi-Verstärker kriegt man nachgeworfen.
Die Genelecs kosten gebraucht gut das Zehnfache, die Neumänner auch fast.

Wenn du wirklich perfekten Sound für dich suchst, kommst du um ein paar Hörtest-Ausflüge kaum herum (Musik mitnehmen, die du gut kennst!), und selbst die können schiefgehen, wenn die Lautsprecher dann bei dir zu Hause ganz anders klingen...

Schöne Grüße
Bert
 
mangels platz und kein eigenheim und aufgrund der existenz von nachbarn, schwöre ich seit jahren/kauf auf meine popeligen iLoud micro monitor.

damit mache ich im grunde alles! musik hören, zocken, "producen" ...

dafür das die so klein sind bringen die hier auch alles schön zum scheppern wenn ich das möchte :)

sollte ich irgendwann mal umziehen oder meine man-cave größer werden, wird es bestimmt die next größere version davon.

muss aber dazu sagen, da ich wirklich nahfeld am PC an den teilen sitze: der sweet spot im stereo-dreieck ist relativ eng :)

kann aber trotzdem gut musik hören wenn die im büro laufen und ich im wohnzimmer gerade wäsche aufhänge :D
 
Im WZ stehen seit Jahren Teufel Hybrid 6 Standboxen. Aber nur Links/Rechts.
Und die sind wirklich schon sehr, sehr gut.
Im Studio werkeln seit noch längerer Zeit zwei Yamaha MSP5.
Das Ganze bis vor kurzem noch mit einer Behringer Frequenzweiche(19") und einem selbstgebauten geschlossenen 18" Sub.
Jetzt habe ich mir den Yamaha HS8S Sub gekauft und bin mehr als glücklich.
Seit dem höre ich praktisch keine Musik mehr im WZ, sondern nur noch im Studio.
Vinyl, CD, Kassette, Minidisk.
Das ist sooo genial!
Natürlich muss man beim Hören gut im Stereodreieck sitzen.
 
Liebe Runde,

welche aktiven Studiomonitore eigene sich als Abhöre fürs (Heim)Studio und als Boxen zum Hören von Platten usw. gleichermaßen gut?
Bei den Massen an Monitoren und deren Ausdifferenzierungen habe ich da echt den Überblick verloren.
Spontan dachte ich an die HEDD 05 MK II oder auch die JBL 4305P.
Nachdem ich ein paar Tests gelesen habe, bleibt bei mir aber nur Unentschlossenheit zurück.
Deswegen meine Frage an euch, was habt ihr für Erfahrungen und welche Monitore nutzt ihr für beide Zwecke?

Beste Grüße

Argument

Die Hedd sind spitze , kann die 07 nur empfehlen..
 
Weil hier Tannoy erwähnt wurde:
Bei mir dient ein Paar Tannoy Sixes 605 als Zweitabhöre.

Die Sixes kann man sogar per Bi-Amping betreiben.
Sind passiv und benötigen einen entsprechend geeigneten Verstärker (bei mir ein flinker Harman Kardon PM 665Vxi).

Die Kombi habe ich noch aus dem letzten Jahrtausend hinübergerettet und klingt weiterhin Top (für "HiFi" sehr analytisch mit guter Tiefenstaffelung, eher mittig).
Mein subjektiver Eindruck.

Hatte ich lange in meinem Wohnzimmer und gibt es immer noch für kleines Geld bei ebay (die Sixes, ca. 200,- EUR).

Kein unbezahlbares "High End", aber ich bin ja auch nur Hobbyist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn du die HEDD 05 MK II in Erwägung gezogen hattest, würde ich dir auf jeden Fall die ADAM A7v empfehlen. Ich habe die seit etwa einem Jahr und bin schwer begeistert von denen. Die sind super anpassbar und haben eine gute Qualität. Kann man gut Musik mit hören und auch wirklich sehr gut mischen. In der Preislage fand ich die am besten (habe vor einem Jahr beim Musicstore so ziemlich alles probegehört, was die dort aufgebaut hatten im Proberaum).
 
Ich habe eine Zeit lang auf 12 qm mit einem Paar Genelec 1032 Musik (hauptsächlich Pop/Rock) gehört. Das hat richtig Spass gemacht, obwohl es sich eigentlich um neutrale Studiomonitore handelt.
 
Ich habe seit etwa 10 Jahren ein Paar Focal CMS 65 zum Musikhören und -machen. Ich wollte damals aus Platzgründen keine zwei Boxenpaare. Die Focals sind hervorragend neutral -werden leider nicht mehr gebaut - was manchmal auch Nachteile hat. Eine meiner Lieblings-CDs wurde durch die Monitore als aufdringlich und knallig klingende 80-er Aufnahme entlarvt. Schade drum ;-) .

Ich kann also Focal echt empfehlen, auch wenn ich die neueren Serien nicht kenne. Die Solo 6 BE werden schon lange produziert, sind aber auch recht teuer.
 
Grundsätzlich sind HiFi und Studio vollkommen andere Anforderungen, daher hinken alle Empfehlungen hier.

Die Yamaha HS-Sachen sind super, aber das sind klar Monitore, die auf Neutralität und "Studio-Klang" ausgelegt sind, nicht auf HiFi-Wohlklang.

Im Grunde wird hier nach einer Quadratur des Kreises gefragt.

Fürs Studio würde ich Yamaha HS 8 empfehlen, für HiFi Ruark MR1:

 
Zuletzt bearbeitet:
Für mich sind genau für diesen Zweck, also als Studio-Monitore, die sich auch zum Musikhören eignen, die Dynaudio BM5 MKIII ein echt guter Kompromiss.
Vielleicht noch einen Ticken HiFi-mäßiger als die Lyd7 und sehr gut auch auf den IsoAcoustics ISO-155 (etwas schade, die wurden anfänglich im Set mit den BM5 MKII dazu geliefert). Die Aufstellung kann je nach Räumlichkeit ein bisschen tricky werden. Hab lange gesucht, ich mag die seidigen Höhen, im Vergleich zu den mir persönlich zu scharfen Höhen von ADAM und Genelec z.B., die trockenen Bässe und die Räumlichkeit der Dynaudios, auch wenn der Sweetspot im Stereo-Dreieck etwas schmal ist.
 
Grundsätzlich sind HiFi und Studio vollkommen andere Anforderungen, daher hinken alle Empfehlungen hier.
Theoretisch ja. Kommt in der Praxis aber auch ein bissl drauf an, würde ich aus meiner Erfahrung sagen.

Genelec Nearfields waren in den 90ern in fast jedem Sprecherstudio in Frankfurt in Benutzung, weil die Stimmen angenehm, der Rest transparent genug und das Gesamtbild ausbalanciert klingen. Diese Werbestudios müssen keine 1.000 Spuren Kinoton für DVD auf Flöhehusten mischen und keine Sinfonien und Arien für Goldohren mastern, sondern sendefähig und sauber arbeiten können. Mit den alten Genelecs geht das. Die galten gleichzeitig als "Schönklinger" - weil die oft Kunden aus der Werbung und der Industrie während der Produktion im Abhörraum sitzen haben und "nicht so ganz furztrocken neutral" dann zu den Studio-Anforderungen gehört. Genau deswegen hab ich mir 1997 die 1030a NUR zum Musikhören geholt. Heute ist das meine Homestudio-Abhöre. Die waren viel in Benutzung, nie kaputt, sind 3 Mal umgezogen und ich bin sehr zufrieden. Hatte bei nem Kumpel in seinem Kellerstudio auch viel die 1032 genutzt, die gehen sauber deutlich tiefer und sind genauso ausgewogen/"freundlich". Genelecs hat damals nur Studio Monitore gebaut und sich ihren Ruf mit genau dieser Abstimmung aus "neutral genug und macht Spaß" im Profibereich erarbeitet. So das Narrativ, das ich kenne – und bestätigen kann, was @Danic sagt. Ab und an, wenn ich die 1032 höre, ärgere ich mich ein winzig kleines bissl, dass ich mir damals nicht die 1032 gekauft habe, aber es geht auch so.
 
Zuletzt bearbeitet:
Grundsätzlich sind HiFi und Studio vollkommen andere Anforderungen, daher hinken alle Empfehlungen hier.
Um Klang oder einen Mix besser beurteilen zu können ist es sinnvoll, neben der Abhöre seiner Wahl zum Vergleich noch ein zweites Paar "Monitore" zur Verfügung zu haben.
Dabei haben - zumindest für mich - ein Paar gute (und gewohnte!) HiFi-Speaker, auf die man per Monitor-Switch bequem 'mal eben umschalten kann, absolut ihre Berechtigung.
Manche stellen sich auch extra schlecht klingende Consumer Boxen (JBL o.ä. Kandidaten) ans Pult ;-)

Die Yamaha HS-Sachen sind super, aber das sind klar Monitore, die auf Neutralität und "Studio-Klang" ausgelegt sind, nicht auf HiFi-Wohlklang.
Ja - bei mir ist es ein Paar HS5, wo ich die Bässe absenken musste - damit die so richtig trocken klingen wie die damaligen Yamaha NS-10.
Beides analytische Pappschachteln, aber sehr präzise - und eher nix für die gute Stube.
 
Zuletzt bearbeitet:
@kernelkid
Was Deine Beschreibung der Genelec 1030a angeht bin ich bei Dir - die waren ein wirklich guter Kompromiss zwischen HiFi und "Abhöre".

An dieser Stelle möchte ich auch gerne die klassische "Special One" von Dynaudio in den Ring werfen (wenn auch die modernen Nachfolger nicht ganz billig sind).
 
Ich bin vor über dreißig Jahre von Genelecs auf der damaligen Musikmesse angefixt worden, habe mir endlich vor zwei Jahre welche gebraucht gekauft und habe es nicht bereut. Es macht einfach Spaß damit Musik zu hören und Musik zu machen.
Bei einem Synthesizer für den gleichen Preis hätte ich nie über den Preis diskutiert, und beim eigentlich wichtigsten Ding für elektronisch erzeugte Musik, dem Lautsprecher, wollte ich sparen - wie doof. Musste mir auch erst mal klar werden.
 
Mit dem Unterschied, dass HiFi Boxen wesentlich! hochpreisiger verkauft werden.

Was auch Widerspruch in sich wäre. Angebot und Nachfrage zählen hier wohl nicht, dafür aber viel Voodoo und Feenstaub
 
Gute Standlautsprecher kosten auch 25t€, dem ggü könnten atc scm 100 stehen mit rund 20t€
 
Gute Standlautsprecher müssen keine 25K kosten. Dali Opticon usw, 1000€ , tausende gute Marken mit denen man Musik hören kann…. Nur gibt es es eben keine günstigen Studiomonitore, die diese Programmlautstärke umsetzen, und darum geht es ja , bei größeren Lautsprechern.
 

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