
Horn
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Na, hab ich‘s nicht gleich gesagtDen A1 habe ich inzwischen auch nicht mehr, ich habe ihn eine zeitlang recht viel genutzt, irgendwann ging mir aber die Oszillator-Sektion mit ihren Makros doch auf den Geist.

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Na, hab ich‘s nicht gleich gesagtDen A1 habe ich inzwischen auch nicht mehr, ich habe ihn eine zeitlang recht viel genutzt, irgendwann ging mir aber die Oszillator-Sektion mit ihren Makros doch auf den Geist.
Eine derart pauschale Aussage, dass man in der OSC-Sektion des A1 keine manuelle Kontrolle hat, kann ich nicht unwidersprochen stehen lassen, da sie jemanden, für den der A1 vielleicht das passende Instrument sein könnte, unnötig abschreckt – daher hier ein Überblick über das Ausmaß an manueller Kontrolle in der OSC-Sektion des Nord Lead A1.Man kann zwar viel machen mit der OSC-Sektion des A1 und des Nord Wave 2, aber es macht einfach keinen Spaß, wenn man keine manuelle Kontrolle hat.
Vielen Dank für die ausführliche Präzisierung. Du weißt aber doch auch, was ich gemeint habe, oder nicht?Eine derart pauschale Aussage, dass man in der OSC-Sektion des A1 keine manuelle Kontrolle hat, kann ich nicht unwidersprochen stehen lassen, da sie jemanden, für den der A1 vielleicht das passende Instrument sein könnte, unnötig abschreckt – daher hier ein Überblick über das Ausmaß an manueller Kontrolle in der OSC-Sektion des Nord Lead A1.
Kurz gesagt bietet die OSC-Sektion des A1 normalerweise drei, manchmal auch vier Parameter (siehe unten). Zusätzlich zu diesen ist die Tonhöhe der Oszillator-Sektion immer per Vibrato-LFO und Pitch-Stick modulierbar.
(1) WAVE
- Damit wählt man die Schwingungsform der Oszillator-Sektion aus.
- Neben den vier "klassisch-analogen" Schwingungsformen stehe 33 weitere zur Verfügung, das Spektrum reicht von Variationen der altbekannten analogen Formen über Orgel- und E-Piano-Ähnliches bis zu hin Metallischem sowie Formant-Schwingungsformen.
- Alle diese Schwingungsformen – also nicht nur die klassisch-analogen! – können allen Bearbeitungsmöglichkeiten unterworfen werden, die die OSC CONFIGURATION (siehe unten) hergibt: Ein Glockenklang mit nachgeschaltetem Waveshaper ist also ebensowenig ein Problem wie eine 2-Operatoren-FM einer Formant-Schwingungsform.
(2) OSC CONFIGURATION
Damit stellt man zum einen den Aufbau der Oszillator-Sektion ein, und zwar:
- Die Anzahl, Art und Verknüpfung der Klangquellen (die eigentliche "Configuration":
- - Ein Oszillator
- - Ein Oszillator mit nachgeschaltetem Waveshaper
- - Mischung aus einem Oszillator und einen Rauschgenerator
- - Mischung zweier Oszillatoren
- - 2-Operatoren-FM
- - Ein Oszillator durchläuft einen VCA, dessen Pegel durch einen zweiten Oszillator moduliert wird, zu hören ist der Ausgang des VCA
- - Ein Oszillator wird zu einem zweiten Oszillator synchronisiert, zu hören ist der synchronisierte Oszillator
- Zum anderen wählt man damit den Parameter aus, den man per OSC CONTROL (siehe unten) manuell einstellen, modulieren und morphen kann.
(3) OSC CONFIGURATION 2nd PARAMETER
Die MIXED- und FM-Configurations liegen in verschiedenen Versionen vor, die sich nur in einem weiteren Parameter unterscheiden:
- In den MIXED-Configurations wird damit der zweite Oszillator auf verschiedene Harmonische eingestellt.
- In den FM-Configurations wird damit die FM-Ratio des Modulators eingestellt.
(4) OSC CONTROL
Der manuell frei einstellbare Oszillator-Parameter, der in OSC CONFIGURATION ausgewählt worden ist
- Dieser Parameter ist weiterhin per LFO und Modulations-Hüllkurve modulierbar.
- Zudem ist dieser Parameter auch morphbar, kann also von Velocity und Rad/Pedal in beide Richtungen moduliert werden.
Beispiele:
- In den MIXED-Configurations ist dieser Parameter das Mischungsverhältnis der beiden Oszillatoren bzw. zwischen Oszillator und Rauschgenerator.
- In den FM-Configurations ist dieser Parameter die FM-Intensität.
- In der Pitch-Configuration ist dieser Parameter die Tonhöhe.
- In der Shape-Configuration ist dieser Parameter der Einfluß des Waveshapers.
- In der AM-Configuration ist dieser Parameterdie Tonhöhe des Oszillators, der den Pegel des VCA moduliert.
- In der Sync-Configuration ist dieser Parameter die Tonhöhe des synchronisierten Oszillators.
Man erkennt zweifelfrei, dass von einem Fehlen manueller Kontrolle nicht ernsthaft die Rede sein kann.
Um ehrlich zu sein: nein. Magst Du in weniger missverständlicheren Worten zu beschreiben versuchen, was Du meinst?Du weißt aber doch auch, was ich gemeint habe, oder nicht?
Ich habe mich ja auf den Beitrag von @Jörg bezogen. Das Problem ist, dass man nicht die einzelnen OSCs einzeln bedient wie bei den alten Nord Leads 1 bis 4, mQ/Q/Blofeld, Virus usw., sondern eben direkt bestimmte Verschaltungen anwählt, wie Du sie ja auch beschrieben hast. Man gibt also zugunsten einer Vielzahl von Optionen ein Stück weit die unmittelbare Kontrolle aus der Hand, da man eben nicht mehr jeden OSC einzeln in der Hand hat. Dieses Bedienkonzept ist zwar effektiv, da man de facto fast alles machen kann, was man mit den oben genannten Synths machen könnte, es hat aber etwas von Preset-Anwahl - ich jedenfalls konnte mich mit diesem Bedienkonzept nicht anfreunden.Um ehrlich zu sein: nein. Magst Du in weniger missverständlicheren Worten zu beschreiben versuchen, was Du meinst?
Genau das sehe ich im Vergleich mit beispielsweise dem Nord Lead 1 nicht als Problem, sondern eher als Gewinn, da mir dieser damals nur Sync und 2-OP-FM als Interaktion zwischen den Oszillatoren anbot, von der im Vergleich eher kläglichen Schwingungsformauswahl mal ganz abgesehen.Ich habe mich ja auf den Beitrag von @Jörg bezogen. Das Problem ist, dass man nicht die einzelnen OSCs einzeln bedient wie bei den alten Nord Leads 1 bis 4, mQ/Q/Blofeld, Virus usw., sondern eben direkt bestimmte Verschaltungen anwählt, wie Du sie ja auch beschrieben hast.
Ich finde es abgefahren, dass die automobile Gattung "SUV" (Sport Utility Vehicle) sich so überaus gut verkauft: Mit einem solchen Trumm kann man abseits jeder Straße auch noch die elendigste Sandpiste oder gleich ein beliebiges Feld bebrausen, allein – wer braucht das wirklich im Alltag? Reicht da nicht ein "normales" Automobil?Man gibt also zugunsten einer Vielzahl von Optionen ein Stück weit die unmittelbare Kontrolle aus der Hand, da man eben nicht mehr jeden OSC einzeln in der Hand hat.
Danke, aber ich fand den Beitrag von @Jörg passender, da er nicht von "Presets", sondern von "Makros" spricht, was das Prinzip der Oszillator-Sektion doch eher trifft.Dieses Bedienkonzept ist zwar effektiv, da man de facto fast alles machen kann, was man mit den oben genannten Synths machen könnte, es hat aber etwas von Preset-Anwahl - ich jedenfalls konnte mich mit diesem Bedienkonzept nicht anfreunden.
Das heißt eine Wellenform kann man nicht gegen eine andere (unterschiedliche) verstimmen, da die Dual OSC Konfiguration aus dem OSC CTRL Regler einen einfachen Mix macht. Detune gibts nur mit der gleichen Wellenform in der DET Konfiguration, oder mit zwei Slots mit unterschiedlichen Wellenformen in der Pitch oder Detune Konfiguration...Denken wir weiter, denn man muss da echt umdenken. Wenn man SHAPE verwendet, gibts keine Möglichkeit zum Verstimmen, keine zweite Wellenform mehr, usw. Eigentlich ein Irrsinn! Schaut euch einfach mal die Konfigurationen an, alles was ihr da seht geht, zumindest mit einem Slot, nicht gleichzeitig. Alles was ihr an Single Konfigurationen seht geht gar nicht gemeinsam. Entweder Shape ODER Detune ODER Sub Osc ODER Noise, usw.