Keio (KORG) Mini Pops 3

Pepe

*****
Vor ein paar Tagen erhielt ich meinen ersten analogen Klopfer, eine Keio Mini Pops 3 in ziemlich gutem Zustand. Ich hatte von dem Gerät, das ich sehr günstig ersteigern konnte, nicht viel erwartet. Ich wurde vom Klang und den Features sehr überrascht.

Vorhin hatte ich viel mit der Kiste rumexperimentiert. Mir ist aufgefallen, dass die Snare Drum ziemlich leise klingt. Hat jemand eine Ahnung, welche Trimmpotis im Inneren was bewirken? Außerdem ist mir das Minimaltempo nicht wirklich langsam genug. Kann man das auch justieren?

Hat es eventuell Sinn, zunächst alle Elkos zu tauschen? Immerhin ist das Teil von 1972. Mein Effektgerät von Keio (Synthesizer Traveler) aus der gleichen Ära hatte erst nach einem Recapping fehlerlos funktioniert.

Vielen Dank für eure Hilfe!

keio_minipops3.jpg
 
Nachdem nun keiner helfen und ich auch im Internet nichts finden konnte, habe ich vor ein paar Tagen selbst herumprobiert. Ein Recapping scheint nicht notwendig zu sein, denn die Snare habe ich lauter stellen können. Ich habe einen 15 kOhm Widerstand genommen und damit bei den sechs Trimmpotis die Beine berührt, um zu schauen, welches der Potis welche Stimme beeinflusst.

Ein wenig schade ist, dass Snare, Hi-Hat und Becken ("Brush Cymbal") über die gleiche Klangerzeugung laufen. Stellt man diese lauter, werden folglich alle drei "Instrumente" lauter. Das kann bei dem Becken sehr lästig sein, denn beim Rhythmus "Ballad" ballert dieses Becken bei jeder Achtelnote voll rein.

Wenn jemand von euch eine Mini Pops 3 hat und diese kalibrieren möchte, dann könnte folgende Info (auf Englisch, damit es wirklich alle verstehen, die danach suchen) hilfreich sein.

1) Conga High
2) Claves
3) Conga Low
4) Snare/Hi-Hat/Brush Cymbal (Tone)
5) Snare/Hi-Hat/Brush Cymbal (Volume)
6) Output Volume

keio_mini_pops_3_trimpots.jpg
 
Dieses Minipops gab es auch unter anderen Namen, z. B. von ARIA und noch einen, den ich vergessen habe... war irgendwas sehr Bekanntes, bei dem man eher an Stereoanlagen u. ä. denken würde. Nicht Technics, nicht Pioneer, nicht Panasonic... ich komme nur nicht drauf. Kawai? Ich weiß es nicht.

Klanglich ist das Teil sehr hübsch und klingt sehr matschig-fett und analog. Vangelis hat es auf ganz frühen Alben gerne mal eingesetzt.

Hat der Tubbutec-Tobias da nicht irgendwas gebaut, mit dem man die Minipopse MIDIfizieren kann? Vielleicht hat er ja auch Schaltpläne? Ich habe auch irgendwo noch einen großen Stapel ganz früher Korg-Unterlagen, vielleicht ist da was bei (800DV weiß ich, Minipops weiß ich nicht).

Stephen
 
Von Kawai gab es zumindest sehr ähnlich aussehende Modelle. Bei Aria hätte ich nicht erwartet, dass sie sowas im Sortiment hatten. Interessant! Ich habe mal direkt nachgeschaut: unter dem Namen "Diamond" hatte Aria das im Vertrieb, über Univox/USA lief auch was und dann gab es noch "DIA".

Tubbutec ist eine gute Idee, was die Pläne anbetrifft. Da aber momentan alles super läuft, habe ich keinen zwingenden Bedarf, diese (auf meine dilettantische Weise) zu studieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nachdem nun keiner helfen und ich auch im Internet nichts finden konnte, habe ich vor ein paar Tagen selbst herumprobiert. Ein Recapping scheint nicht notwendig zu sein, denn die Snare habe ich lauter stellen können. Ich habe einen 15 kOhm Widerstand genommen und damit bei den sechs Trimmpotis die Beine berührt, um zu schauen, welches der Potis welche Stimme beeinflusst.

Ein wenig schade ist, dass Snare, Hi-Hat und Becken ("Brush Cymbal") über die gleiche Klangerzeugung laufen. Stellt man diese lauter, werden folglich alle drei "Instrumente" lauter. Das kann bei dem Becken sehr lästig sein, denn beim Rhythmus "Ballad" ballert dieses Becken bei jeder Achtelnote voll rein.

Wenn jemand von euch eine Mini Pops 3 hat und diese kalibrieren möchte, dann könnte folgende Info (auf Englisch, damit es wirklich alle verstehen, die danach suchen) hilfreich sein.

1) Conga High
2) Claves
3) Conga Low
4) Snare/Hi-Hat/Brush Cymbal (Tone)
5) Snare/Hi-Hat/Brush Cymbal (Volume)
6) Output Volume

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Sehr imposant, vor allem der disziplinierte Kabelbaum. So einen heute in D herzustellen hätte wohl allein schon den Gegenwert eines B-Synthmoduls.
 
Von Kawai gab es zumindest sehr ähnlich aussehende Modelle. Bei Aria hätte ich nicht erwartet, dass sie sowas im Sortiment hatten. Interessant! Ich habe mal direkt nachgeschaut: unter dem Namen "Diamond" hatte Aria das im Vertrieb, über Univox/USA lief auch was und dann gab es noch "DIA".

Schlußendlich waren viele Produkte in Japan damals unter vielen Namen von verschiedenen Herstellern vertrieben worden, und es gab eine Handvoll Firmen, die für alle produzierten (Shin-Ei z. B.). Korg bzw. Keio wird das auch gemacht haben, um den Geldbeutel zu füllen oder um Entwicklungskosten wieder reinzubekommen.

Siehe hier:


Oder hier:




Tubbutec ist eine gute Idee, was die Pläne anbetrifft. Da aber momentan alles super läuft, habe ich keinen zwingenden Bedarf, diese (auf meine dilettantische Weise) zu studieren.

Schaltpläne habe ich immer gerne auf Vorrat, damit diejenigen, die sich besser damit auskennen als ich, einen Anhaltspunkt bei der Fehlersuche und -behebung haben.

Stephen
 
Hier ein altes Posting zum Thema:

Sprich, wenn man will und kann, dann sollte es recht einfach sein, die Schaltungen der Instrumente aus dem Gerät heraus zu messen und aufzuzeichnen. Dann kann man evtl. auch eine Anpassung der relativen Lautstärke von Snare, Hi-Hat und Becken vornehmen. Gut sind auch alte Bücher der Radio Praktiker Bücherei, die solche Schaltungen zeigen und erklären: 'tuned damped oscillators' oder auch 'noise sources'.

Ich habe auf meiner Liste, mal diesen speziellen Guiro-Sound meiner Korg Minipops 7 zu "tunen". Er klingt anders als man das von den üblichen Aufnahmen kennt.
 
Ich bin mir sicher, dass die drei "Instrumente" nur denselben Rauschgenerator lediglich mit unterschiedlichen Decay-Werten befeuern. Dass die Lautstärke variabel angepasst werden kann, bezweifle ich gerade, trotz des fehlenden Schaltplans.
 
Das hängt komplett von der Schaltung ab, die wir nicht kennen. Wenn nur eine Hüllkurve anders parametrisiert wird, dann müsste man aufwendig tricksen. Wenn Komponenten zusammengemischt werden, ginge es wahrscheinlich.
 


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