Wechseln von Monitoren, von passiv auf aktiv, Tipps

Rotkehlchen

Rotkehlchen - Studio
Hallo,

ich wollte nach Umzug nun mein Studio wieder aufbauen und überlege nun doch mal meine alte Abhöranlage zu erneuern/reduzieren/zu vereinfachen.
Bisher hatte ich: passive JBL C1 mit JBL Subwoofer an einer Studio-Endstufe von OSC, alles läuft auch absolut zuverlässig (wenn die Monitore selber schon auch etwas "dosig" klingen natürlich).

Da gäbe es doch bestimmt modernere Aktiv-Monitore, die "frischer und präzieser klingen" (und halt reduzierter daherkommen).

Wichtig ist mir allgemein:
1. Nahfeld, möglichst leicht und klein (auch wegen Halterung an Rigips-Wand). Raum ca. 20 qm.
2. Guter, authentischer Klang bei "leisen bis mittleren Lautstärken". (Nur zum mischen und abhören).
3. Robust und zuverlässig, sollten dennoch noch einigermßen bezahlbar sein, (keinesfalls "Billigschrott").

Wäre bei der Auswahl ein Hörvergleich im Laden nötig? (-Die Umgebung ist dann ja auch immer anders...)


Für Tipps von erfahrenen Musikern/Klangtüftlern wäre ich dankbar.

Robin
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab als Haupt-Abhöre die Neumann KH120, die sind wohl über jeden Zweifel erhaben und klingen deulich besser, als ich es je raushören könnte.
Dafür gibt es auch einen passenden Subwoofer, den ich aber bislang nicht nötig fand (was natürlich von den persönlichen Bedürfnissen abhängt).

Eine Sehr-günstig-Variante, die ich im Falle extremer Geldknappheit gern empfehle, sind die M-audio BX5 (D2 oder D3). Die kosten gebraucht so um die 120-150 Euro das Paar und klingen, finde ich zumindest, äußerst brauchbar.
Und sie sind bei Bedarf laut genug, dass ich sie regelmäßig auf kleinen Gigs (in Galerien etc.) als PA mitnehme und auch da jedes Mal vom Klang mehr als beeindruckt bin.
Ich habe vier Paar davon in einem speziellen Mehrkanal-System und werde noch ein fünftes Paar für die Modular-Ecke anschaffen.

Ein Hörvergleich (mit bekanntem Material) sollte zumindest die ersten Anhaltspunkte geben, alles Weitere hängt von deiner akustischen Situation zu Hause ab, und natürlich von deinen Ansprüchen.

Schöne Grüße
Bert
 
Wäre bei der Auswahl ein Hörvergleich im Laden nötig?
eigentlich kann man sich die Mühe sparen

1. Nahfeld, möglichst leicht und klein (auch wegen Halterung an Rigips-Wand).
bisher hattest du einen Subwoofer - die Basswiedergabe kann man bei klein und leicht nur eingeschränkt erreichen

normalerweise würde ich natürlich die Kii Audio Seven oder Three empfehlen .. aber ich vermute die sind außerhalb von einigermaßen bezahlbar, aber sie währen verhältnismäßig klein und würden dennoch extrem guten Bass abbilden .. wobei die Three doch recht groß sind

vielleicht wären die Genelec 8340 ein Kompromiß zwischen Größe und Basswiedergabe . Die 8330 sind kleiner klingen sehr präzise , aber haben natürlich weniger Bass. Die 8350 haben richtig ordentlich Bass, aber sind schon relativ groß und schwer und auch nicht mehr ganz günstig.


In letzetr Zeit höre ich oft gutes über die iLoud Serie .. die kenne ich aber im Gegensatz zu den Kii oder Genelecs nicht selbst
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn die Monitore an der Wand hängen, dann bringt im Laden Probehören gar nichts. Da hilft nur direktes Testen am Einsatzort.

Grundsätzlich kannst du mit den schon genannten Neumännern und Genelecs wenig was falsch machen, letztendlich ist es Geschmaksache.

Die IK Multimedias wollte ich auch vorschlagen. Die hätten gleich einen großen Vorteil mit DSP, weil du die auf deine Abhörsituation einmessen kannst. Magie passiert da zwar auch nicht, kann aber das Hörbild um einiges verbessern auch oder gerade wenn der Raum nicht akustisch optimiert ist.
 
Die kleinen Geithain RL 906 mag ich sehr.

Letztlich ist die Wahl von Musikinstrumenten und Abhören so individuell wie die Auswahl des passenden Schuhwerks.

Stephen
 
Es wurde bereits gesagt. Aber der vernünftigen Redundanz halber: Neumann KH120 sind für 20 qm im Nearfield klanglich und vom Preis her ziemlich unschlagbar. Sub würde ich da z.B. nicht mehr ranhängen.
Und: die KH 120 mk1 sind noch als sehr solide Metallgehäuse ausgeführt. Die neueren Mk2 lassen sich zwar gut einmessen, und mit dem verbauten DSP optimieren, aber ohne diese Einmessung klingen die Mk2 zumindest in meinen Ohren schlechter. Vielleicht liegts am Mk2 Gehäuse , das mittlerweile aus MDF ist (?) Egal.

Auf Kleinanzeigen gibt es div KH120 in gutem und vernünftig bepreisten Zustand .
 
Letztlich ist die Wahl von Musikinstrumenten und Abhören so individuell wie die Auswahl des passenden Schuhwerks.
ja .. deswegen kann der thread hier theortisch sehr lang werden, ohne das irgendeine wirklich schlechte Empfehlung dabei ist
 
Lieben Dank für alle sinnvollen und zahlreichen Tipps von Euch! -Da kann ich bereits mit arbeiten...
Ich denke die Neumann KH120 A (oder MK II) könnten passend sein in meinem eher "Vintage-Studio", mal sehen.
 
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Bei dem Budget würd ich die Iloud precision 5 oder 6 als Alternative in Betracht ziehen. Da ist das messmikro mit dabei und die Software/Hardware lösung find ich deutlich gelungener als bei neumann.
Hab die 6er und bin echt zufrieden
 
Leicht sind die aber nicht (zumindest meine nicht, das dürfte Mk 1 sein).
Das stimmt, für die Größe sind die recht schwer. Die M-audio auch.
Aber ist das gerade bei kleinen Aktivboxen nicht unvermeidlich, zumindest, wenn vernünftige Amps und die dazugehörigen Netzteile verbaut sind?
Vielleicht mal prüfen, wo in der Rigipswand die Holzleisten sind, und die Lautsprecherhalter daran befestigen (die Boxen vibrieren ja auch beim Betrieb, was auf Dauer jede Verbindung schwächt) und zu erwartende Hebelwirkungen berücksichtigen...

Schöne Grüße
Bert
 
Es gibt Wandhalterungen mit 4-6 Befestigungslöchern. Wenn man da die richtigen Dübel nimmt, muß das halten.

https://www.amazon.de/Gipskartondüb...8-2-spons&sp_csd=d2lkZ2V0TmFtZT1zcF9hdGY&th=1

Solche Dübel habe ich für einen Deckenventilator an meiner Gipsdecke verwendet. Der wiegt etwa 20 Kilo und hat eine Spannweite von ca. 1,4m und hängt da seit 20 Jahren. Mit vier Dübeln/Schrauben befestigt, das hat eine Tragkraft von 80kg. Bei sechs Schrauben hätte man 120kg Traglast.
 
Das stimmt, für die Größe sind die recht schwer. Die M-audio auch.
Aber ist das gerade bei kleinen Aktivboxen nicht unvermeidlich, zumindest, wenn vernünftige Amps und die dazugehörigen Netzteile verbaut sind?
Vielleicht mal prüfen, wo in der Rigipswand die Holzleisten sind, und die Lautsprecherhalter daran befestigen (die Boxen vibrieren ja auch beim Betrieb, was auf Dauer jede Verbindung schwächt) und zu erwartende Hebelwirkungen berücksichtigen...

Schöne Grüße
Bert
MK II wiegen 800 g weniger als die Version A, (werden weniger warm, verbrauchen weniger Strom auch usw.), dafür eben etwas teurer.
Des Gewichts und der Vibrationen wegen, kann ich mir ntürlich auch größere Halteplatten machen, -um Kräfte auf Rigips-Platten verteilen/umleiten zu können, (-alles schon gemacht auch). Spezial-Dübel nehme ich sowieso.

Das Thema: Einmessen, hatte ich ursprünglich nicht unbdedingt vorgesehen, soll wohl auch ohne gehen, oder kann man sich evt. noch mit beschäftigen.
Absorber sollte ich sicher auch mal basteln, ansonsten verlasse ich mich (wie immer) auf mein Gehör.
(-"Perfektionismus in Grenzen"!) ;-)
 
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Das Thema Einmessen, hatte ich ursprünglich auch nicht unbdedingt vorgesehen, soll auch ohne gehen, oder kann man sich evt. noch mit beschäftigen.
Absorber sollte ich sicher auch mal basteln, ansonsten verlasse ich mich auf mein Gehör. (-"Perfektionismus in Grenzen"!)
ich kann nur sowas von dringend zu beidem raten .. du kannst arschteure Monitore kaufen , wenn dein Raum wild reflektiert und ausgeprägte Raummoden hat, klingen die einfach nicht. Wäre rausgeschmissenes Geld.

Bei Genelc ist das Einmessen und kompensieren super einfach (wenn man das GLM Kit dazu kauft) und das hilft einfach.
 
...das mit dem raugeschmissenen Geld und den Reflektionen ist mir vollkommen klar auch, der Raum ist höchstwahrscheinlich aber "geeignet für meine Ansprüche", Teppich habe ich auch reingelegt, das werde ich auch weiter optimieren noch, (manches ist auch festgelegt), aber irgendwo muss ich ja anfangen bzw. weiterkommen.
(Evt. kaufe ich auch gebraucht, ..andere Sanierungsarbeiten am Haus haben priorität).

Danke für die wertvollen Tipps!
 
Zuletzt bearbeitet:
Stell dir einfach bis an die Decken in jede möglich Ecke Absorber rein. Im Selbstbau mit Rockwool Sonorock, viel hilft viel, dann brauchst du auch nicht einmessen. Hofa geht auch, aber teurer.
Das ist im Regelfall die halbe Miete. Dann noch ein 20cm starkes Panel vor dir, an die Seiten jeweils eines und du könntest schon normalen Mischaufgaben gerecht werden.

Wenn du keinen Standard bedienen möchtest, ist eine einmalige Messung per Behringer Messmic und REW ausreichend.

Da würde ich nach Gehör entscheiden, ob es gut ist und du dich wohl fühlst.

Sollte es dennoch mit Korrektur sein:
IK Multimedia ARC, läuft super! Und macht die unabhängig von den Multimedia Lautsprechern, die hier genannt wurden von IKM und Genelec 😜

Günstige Lautsprecher, den meisten bis Preisklasse 2500€/Paar überlegen, sind APS Klasik, willst du mehr ausgeben, dann Richtung PSI, Atc denken. Von Wald und Wiesen Abhören würde ich Abstand halten, es sei denn es muss günstig sein.

Bei günstig wären Genelec, Adam, Yamahas ganz ok. Ich hatte alle im Vergleich gehört um 6,5" Woofer, da heben sich die Klasiks nochmal ordentlich ab in Sachen Auflösung und räumliche Abbildung.

Bass ist ne andere Sache. Bin kein Fan von Subwoofer. In Stereo systemerweiternd, die Monitore stehen also auf dem Subwoofer eine gute Option, da systemintegriert, wenn in Phase. Klingt dann wie ein größerer Lautsprecher.

Aber auch hier, also unter 3000€ wirst du keine Abhöre finden, die keine Schwächen hat.

Es gibt auch keine Abhöre, die zum Raum passen muss. Entweder der Frequenzgang ist linear, das Abstrahlverhalten ist gut oder eben nicht.

Anders ist es mit der Größe, bzw auch Tiefgang der Lautsprecher, die man nach Größe des Stereofeldes und der Raumgröße auswählen sollte, um nicht unnötig Raummoden zu triggern, dazu haben die meisten Monitore aber die Möglichkeit in den Tiefen abzusenken.
 
Habe mich, Dank Euer Tipps auch nun für die Neumann KH 120 A entschieden und werde wohl sehr zufrieden sein damit. Der Klang hat mich jedenfalls völlig überzeugt, -so auf den ersten kleinen Eindruck.

(Wandhalterungen von Neumann, habe dazu bestellt, auch wenn diese leider völlig überteuert sind und noch weiss umlackiert werden müssen.
-Die Raumgestaltung/„Optimierung“, kann also weitergehen nach und nach...)

Vielen Dank für Eure Hilfe und herzliche Grüße an alle Beteiligten!
 

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