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Christian Böckle
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(Anmerkung: Falls möglich, wäre es sehr nett, wenn dieser Thread oben angeheftet werden könnte, damit er nicht im Laufe der Zeit "in der Versenkung" verschwindet.)
Die systematische Ton- und Bild-Zerstörung durch den digitalen Entrauschungs-Wahn
In der heutigen Zeit spricht man meistens nur über die Vorzüge der digitalen Technik, über "hochauflösendes Fernsehen" udgl. oder (im negativen Sinne) über den sog. "Loudness-War" (auf der Audioseite).
Aber die SCHLIMMSTE neuere Entwicklung geht anscheinend völlig unbemerkt an den Menschen vorüber:
Nämlich:
Der sog. "Entrauschungs-Wahn" in Bild und Ton (Den Begriff "Entrauschungs-Wahn" habe ich in Anlehnung an den sog. "Loudness War" gewählt.)
Man könnte natürlich auch generell von einem "digitalen Remastering-Wahn" sprechen:
Vorab möchte ich alle bitten, in nächster Zukunft auf die unten angeführten Punkte zu achten, und besonderes Augenmerk auf den ganz unten angeführten Link zu einer diesbezüglichen Petition zu legen.
Nun.
Schon seit geraumer Zeit frage ich mich, welche dilettantischen Stümper für durchgeführte Entrauschungsmaßnahmen, die zu einer völligen tontechnischen Zerstörung von Spielfilmen (und dadurch zu einer Zerstörung von Kulturgut) führen, verantwortlich sind, und an WELCHE Stellen man sich in diesem Zusammenhang wenden kann, um "gehört" zu werden, bzw. diesem Treiben endlich Einhalt zu gebieten.
Von dieser tontechnischen Zerstörung sind die meisten Spielfilme, die vor 1990 gedreht worden sind, bereits betroffen (Tendenz: Je älter der Spielfilm, desto schlimmer ist das Ergebnis). Die Liste ist schier endlos.
A.) Merkmale der dilettantischen stümperhaften Ton-Nachbearbeitung im Spielfilm-Bereich. Und DIES ist mit einem "Super-Gau" gleichzusetzen, weil man hier oft sogar von einer "totalen Zerstörung des filmischen Audioteils", und somit einer totalen Zerstörung der filmischen Atmosphäre sprechen MUSS:
Das heißt im Detail:
Der Ton wirkt völlig steril und es ist, selbst bei höchster Lautstärke, keinerlei Rauschen mehr vernehmbar.
Die digitalen Entrauschungsmaßnahmen sind meistens DERMASSEN drastisch und unprofessionell durchgeführt worden, daß leiseste Filmgeräusche sogar völlig verschwunden sind.
Die Filmsprecher agieren (tontechnisch betrachtet) nur noch "krächzend" aus dem "Nichts", also der absoluten Stille heraus".
Weiters:
Der Ton weist, aufgrund der stümperhaft durchgeführten digitalen Entrauschungsmaßnahmen, mitunter sogar schlimmste Verzerrungen auf, und die "Hallfahnen" im Ton werden (gemeinsam mit dem Rauschen) gleich mit "abrasiert", wodurch sich die sterile, tote Wirkung des zerstörten Klangbildes noch weiter verstärkt.
Kurzum:
Die ursprüngliche Atmosphäre des Kulturguts, welche sich auf den Ton stützt, ist völlig zerstört worden.
B.) Merkmale der dilettantischen Entrauschungs-Nachbearbeitung im Bildbereich:
Das Bild ist oft DERMASSEN heftig entrauscht, daß fast keine Bild-Details mehr vorhanden sind, und es wirkt oft unscharf (oder gar "matschig").
Und gleichzeitig fragt man sich hier, welchen Sinn solche Maßnahmen denn GERADE HEUTE haben sollen, wo doch mittlerweile sowieso jede Fernseher-Kiste eine über das Menü erreichbare, mehrstufige Bild-Rauschunterdrückung eingebaut hat.
Hier möchte ich noch zur Verdeutlichung einige wenige (der UNZÄHLIGEN!) Beispiele anführen, bei denen der FILM-TON VÖLLIG RUINIERT worden ist:
Das Appartement (mit Jack Lemmon)
Der Wachsblumenstrauß (mit Margaret Rutherford) (bzw. ALLE "Miß Marple"-Filme)
Der Seewolf (mit Raimund Harmstorf)
Easy Rider
Die Reifeprüfung (mit Dustin Hoffman)
usw., usf.
Die Liste könnte schier endlos fortgesetzt werden.
Allgemeine Ursachen:
In der heutigen Zeit hat jeder "Vollkoffer" in seinem Remastering-Restaurations-Studio oder seinem "Fernseh-Sender-Anstaltsbereich" komplexeste digitale Bild- und/oder Ton-Nachbearbeitungs-Software zur Verfügung, von deren professioneller Anwendung er zwar meistens KEINE Ahnung hat, die er aber (leider) dennoch bei der Nachbearbeitung von Filmmaterial oder reinem Tonmaterial einsetzt, wahrscheinlich um "sich selbst" in das Geschehen "einbringen" zu können.
Und zum Schluß noch eine Anmerkung zu Audio:
ALLEINIG die oben angeführten Dinge sind auch DAFÜR verantwortlich, daß manche Leute der Audio-CD einen "sterilen Klang" nachsagen.
JEDOCH:
Wenn eine Musik-Aufnahme beispielsweise von einem vorliegenden Master-Tape einfach 1:1 auf eine CD kopiert wird, also OHNE den Klang vorher "dementsprechend (stümperhaft) nachzubearbeiten" (bzw. zu "remastern"), so klingt eine CD genauso analog, warm und lebendig, wie das hier zugrundeliegende Master-Tape.
Klanglich gesehen wirkt die dilettantische "Remastering-Tendenz" auf dem Audio-Sektor, als ob hier meistens folgendermaßen vorgegangen worden wäre:
Zuerst wird das vorliegende Audiosignal auf Software-Basis gründlich digital entrauscht. Hernach werden die dadurch in Mitleidenschaft gezogenen "Höhen" mittels eines Exciters wieder KÜNSTLICH "hochgebürstet".
Und zum Schluß wird das Ganze, nach etwas beherztem "equalizing", einfach noch durch einen Kompressor gejagt, um das Signal "druckvoller" zu gestalten.
Das häufige Ergebnis:
Eine tote sterile, künstlich wirkende Aufnahme, die völlig "blankpoliert" wirkt, und dermaßen viel "anspringenden Druck" entfaltet, daß sie einem sofort auf die Nerven geht, sodaß man mitunter sogar wieder zur räudigen Schallplatte zurückgreifen muß, um diesem "remasterten Elend" entgehen zu können.
DAS ist also das Zeitalter der neuen digitalen Ästhetik.
Und ich frage mich:
Wann wird diesen Zerstörern von Kulturgut endlich Einhalt geboten?!
Anmerkung:
Zu obiger Film-Thematik habe ich nach längerer Suche im Internet nur folgende wenigen Anhaltspunkte finden können:
Eine Petition (Bitte unterschreiben.):
http://www.petitiononline.com/dubbing/petition.html
und zwei Links, die mir der Petitionsverfasser freundlicherweise zukommen hat lassen:
http://215072.homepa...Verstuemmelung-.html
http://215072.homepa...chronisationen-.html
Herzliche Grüße an alle Foren-User
Christian Böckle
Quelle:
http://www.hifi-forum.de/index.php?acti ... read=12365
Die systematische Ton- und Bild-Zerstörung durch den digitalen Entrauschungs-Wahn
In der heutigen Zeit spricht man meistens nur über die Vorzüge der digitalen Technik, über "hochauflösendes Fernsehen" udgl. oder (im negativen Sinne) über den sog. "Loudness-War" (auf der Audioseite).
Aber die SCHLIMMSTE neuere Entwicklung geht anscheinend völlig unbemerkt an den Menschen vorüber:
Nämlich:
Der sog. "Entrauschungs-Wahn" in Bild und Ton (Den Begriff "Entrauschungs-Wahn" habe ich in Anlehnung an den sog. "Loudness War" gewählt.)
Man könnte natürlich auch generell von einem "digitalen Remastering-Wahn" sprechen:
Vorab möchte ich alle bitten, in nächster Zukunft auf die unten angeführten Punkte zu achten, und besonderes Augenmerk auf den ganz unten angeführten Link zu einer diesbezüglichen Petition zu legen.
Nun.
Schon seit geraumer Zeit frage ich mich, welche dilettantischen Stümper für durchgeführte Entrauschungsmaßnahmen, die zu einer völligen tontechnischen Zerstörung von Spielfilmen (und dadurch zu einer Zerstörung von Kulturgut) führen, verantwortlich sind, und an WELCHE Stellen man sich in diesem Zusammenhang wenden kann, um "gehört" zu werden, bzw. diesem Treiben endlich Einhalt zu gebieten.
Von dieser tontechnischen Zerstörung sind die meisten Spielfilme, die vor 1990 gedreht worden sind, bereits betroffen (Tendenz: Je älter der Spielfilm, desto schlimmer ist das Ergebnis). Die Liste ist schier endlos.
A.) Merkmale der dilettantischen stümperhaften Ton-Nachbearbeitung im Spielfilm-Bereich. Und DIES ist mit einem "Super-Gau" gleichzusetzen, weil man hier oft sogar von einer "totalen Zerstörung des filmischen Audioteils", und somit einer totalen Zerstörung der filmischen Atmosphäre sprechen MUSS:
Das heißt im Detail:
Der Ton wirkt völlig steril und es ist, selbst bei höchster Lautstärke, keinerlei Rauschen mehr vernehmbar.
Die digitalen Entrauschungsmaßnahmen sind meistens DERMASSEN drastisch und unprofessionell durchgeführt worden, daß leiseste Filmgeräusche sogar völlig verschwunden sind.
Die Filmsprecher agieren (tontechnisch betrachtet) nur noch "krächzend" aus dem "Nichts", also der absoluten Stille heraus".
Weiters:
Der Ton weist, aufgrund der stümperhaft durchgeführten digitalen Entrauschungsmaßnahmen, mitunter sogar schlimmste Verzerrungen auf, und die "Hallfahnen" im Ton werden (gemeinsam mit dem Rauschen) gleich mit "abrasiert", wodurch sich die sterile, tote Wirkung des zerstörten Klangbildes noch weiter verstärkt.
Kurzum:
Die ursprüngliche Atmosphäre des Kulturguts, welche sich auf den Ton stützt, ist völlig zerstört worden.
B.) Merkmale der dilettantischen Entrauschungs-Nachbearbeitung im Bildbereich:
Das Bild ist oft DERMASSEN heftig entrauscht, daß fast keine Bild-Details mehr vorhanden sind, und es wirkt oft unscharf (oder gar "matschig").
Und gleichzeitig fragt man sich hier, welchen Sinn solche Maßnahmen denn GERADE HEUTE haben sollen, wo doch mittlerweile sowieso jede Fernseher-Kiste eine über das Menü erreichbare, mehrstufige Bild-Rauschunterdrückung eingebaut hat.
Hier möchte ich noch zur Verdeutlichung einige wenige (der UNZÄHLIGEN!) Beispiele anführen, bei denen der FILM-TON VÖLLIG RUINIERT worden ist:
Das Appartement (mit Jack Lemmon)
Der Wachsblumenstrauß (mit Margaret Rutherford) (bzw. ALLE "Miß Marple"-Filme)
Der Seewolf (mit Raimund Harmstorf)
Easy Rider
Die Reifeprüfung (mit Dustin Hoffman)
usw., usf.
Die Liste könnte schier endlos fortgesetzt werden.
Allgemeine Ursachen:
In der heutigen Zeit hat jeder "Vollkoffer" in seinem Remastering-Restaurations-Studio oder seinem "Fernseh-Sender-Anstaltsbereich" komplexeste digitale Bild- und/oder Ton-Nachbearbeitungs-Software zur Verfügung, von deren professioneller Anwendung er zwar meistens KEINE Ahnung hat, die er aber (leider) dennoch bei der Nachbearbeitung von Filmmaterial oder reinem Tonmaterial einsetzt, wahrscheinlich um "sich selbst" in das Geschehen "einbringen" zu können.
Und zum Schluß noch eine Anmerkung zu Audio:
ALLEINIG die oben angeführten Dinge sind auch DAFÜR verantwortlich, daß manche Leute der Audio-CD einen "sterilen Klang" nachsagen.
JEDOCH:
Wenn eine Musik-Aufnahme beispielsweise von einem vorliegenden Master-Tape einfach 1:1 auf eine CD kopiert wird, also OHNE den Klang vorher "dementsprechend (stümperhaft) nachzubearbeiten" (bzw. zu "remastern"), so klingt eine CD genauso analog, warm und lebendig, wie das hier zugrundeliegende Master-Tape.
Klanglich gesehen wirkt die dilettantische "Remastering-Tendenz" auf dem Audio-Sektor, als ob hier meistens folgendermaßen vorgegangen worden wäre:
Zuerst wird das vorliegende Audiosignal auf Software-Basis gründlich digital entrauscht. Hernach werden die dadurch in Mitleidenschaft gezogenen "Höhen" mittels eines Exciters wieder KÜNSTLICH "hochgebürstet".
Und zum Schluß wird das Ganze, nach etwas beherztem "equalizing", einfach noch durch einen Kompressor gejagt, um das Signal "druckvoller" zu gestalten.
Das häufige Ergebnis:
Eine tote sterile, künstlich wirkende Aufnahme, die völlig "blankpoliert" wirkt, und dermaßen viel "anspringenden Druck" entfaltet, daß sie einem sofort auf die Nerven geht, sodaß man mitunter sogar wieder zur räudigen Schallplatte zurückgreifen muß, um diesem "remasterten Elend" entgehen zu können.
DAS ist also das Zeitalter der neuen digitalen Ästhetik.
Und ich frage mich:
Wann wird diesen Zerstörern von Kulturgut endlich Einhalt geboten?!
Anmerkung:
Zu obiger Film-Thematik habe ich nach längerer Suche im Internet nur folgende wenigen Anhaltspunkte finden können:
Eine Petition (Bitte unterschreiben.):
http://www.petitiononline.com/dubbing/petition.html
und zwei Links, die mir der Petitionsverfasser freundlicherweise zukommen hat lassen:
http://215072.homepa...Verstuemmelung-.html
http://215072.homepa...chronisationen-.html
Herzliche Grüße an alle Foren-User
Christian Böckle
Quelle:
http://www.hifi-forum.de/index.php?acti ... read=12365